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ID 45166
FullText URL
Thumnail 48_209.pdf 9.04 MB
Title Alternative
Studien über die Entwicklung der Nierenanlage (I. Mitteilung.) Die Mammalien, besonders die Mäuseembryonen
Author
Mori, Rokurô
Abstract
Die embryologische Untersuchung der Niere von Mäuseembryonen ist zwar schon von einigen Autoren angestellt worden, die Forschung über das frühere Stadium aber ist noch sehr mangelhaft; besonders über die morphologische Entwicklung ist leider noch nichts ausgeführt. Daher habe ich unter der Leitung von Herrn Prof. J. Shikinami eine systematische Untersuchung über die frühere und morphologische Entwicklung der Nierenanlage bei Mäuseembryonen angestellt, bei der ich das Material in 11 Stadien einteilte. Der grösste Teil des Materials wurde in Zenker'scher Flüssigkeit, ein kleiner in Formol fixiert und mit Borax-Karmin gefärbt. Alles wurde in Paraffin eingebettet und zu Serienschnitten mit den Querschnitt verarbeitet. Die Plattenrekonstruktionsmodelle wurden nach der Born-Peter'schen Methode hergestellt. Die hauptsächlichsten Resultate der vorliegeuden Untersuchungen lassen sich folgendermassen zusammenfassen: Die Nierenanlage bei Mäuseembryonen entsteht, wie von Hamburger (1890) angegeben wurde, von zwei Mutterböden aus; die Anlage des Sammelröhrensystems von dem Urnierengange und die des Harnkanälchensystems von der Innenschicht des metanephrogenen Gewebes aus. I. Das Sammelröhrensystem. A. Ureter. 1) Als Entwicklungspartie der ersten Nierenanlage wird bei mehreren Säugetieren die dorsomediale Wand des kaudalen Teiles des primären Harnleiters angegeben. Bei einem 3.0 mm (Nacken-Steiss) langen, 38 Ursegmente aufweisenden Mäuseembryo, 240-255 Stunden nach der Begattung, entsteht dagegen die Nierenknospe von der dorsolateralen Wand des kaudalen Teiles des primären Harnleiters aus. 2) Bei mehreren anderen Säugetieren mündet der primäre Harnleiter schon in dem Eutwicklungsstadium, in welchem die Nierenknospe sich ausstülpt, in die Kloake. Aber die Mäuseembryonen nehmen zuweilen eine besondere Stellung ein, so dass die Nierenknospe vom primären Harnleiter ausgestülpt wird, ehe dieser in die Kloake mündet. 3) Bei 4.5mm (Scheitel-Steiss) langen Embryonen wird die Nierenknospe kolbenförmig und teilt sich morphologisch in zwei Abschnitte, nämlich in das primitive Nierenbecken und in den Ureter. 4) Die in dem Initialstadium an der dorsalen Seite des Urnierenganges liegende Trennungsstelle des Ureters wandert nach aussen hin, dann weiter ventralwärts und nähert sich zugleich der Kloake. Bei 7.5mm (Scheitel-Steiss) langen Embryonen mündet der Ureter abgetrennt vom Urnierengange in den Sinus urogenitalis au seiner Ventrolateralseite aus. 5) Der ursprünglich dorsalwärts wachsende Ureter verlängert sich mit der Lageveränderung des Nierenbeckens mehr und mehr kranialwärts, bei 7.5mm laugen Embryonen beträgt seine ganze Länge etwa 1.0 mm. B. Nierenbecken. 1) Bei 4.5mm langen Embryonen entwickelt sich das Nierenbecken als rundliches sackförmiges primitives Nierenbecken von der Spitze der Ureterknospe aus. In dem folgenden Entwicklungsstadium wächst zuerst der kraniale Teil, dann der kaudale Teil von dem primitiven Nierenbecken aus. 2) Bei 6.2mm (Scheiter-Steiss) langen Embryonen sondert sich das Nierenbecken morphologisch in drei voneinander getrennte Abschnitte, nämlich in einen kranialen, einen kaudalen breiten Teil und einen zwischenliegenden schlankröhrenförmigen Mittelteil. 3) Bei 7.5mm langen Embryonen zeigt sich das Nierenbecken als schlankes ellipsenförmiges Röhrchen in treppenartiger Gestalt, indem es sich an einem kranialen und einem kaudalen Teile der Mündungsstelle des Ureters krümmt. 4) In dem Initialstadium ist die Lange des Nierenbeckens von der Mündungsstelle des Ureters bis zum kaudalsten Pol grösser als die von der betreffenden Stelle bis zum kranialsten Pol. In dem folgenden Entwicklungsstadium stehen diese beiden Längen in entgegengesetztem Verhältnis und im weiteren sind diese Langen fast gleich gross. 5) Das Nierenbecken führt während seiner Eatwicklungszeit zwei Rotationen aus. Im früheren Stadium findet eine Rotation um etwa 90 Grad nach aussen statt, womit sich die Dorsalfläche des ursprünglichen Nierenbeckens allmählich laterälwrts bewegt. In dem Entwicklungsstadium, in dem die äussere Gestalt der Niere geformt wird, findet eine entgegeugesetzte Rotation um ungefähr 45 Grad nach innen statt, womit sich die Laterälflache des Nierenbeckens dorsalwärts bewegt. 6) Infolge der ersten Rotation des Nierenbeckens wird die bisher ventral stehende Mündungsstelle des Ureters zum Nierenbecken (d. h. Nierenhilus) gerade medialwärts gerichtet. Infolge der zweiten Rotation wird der Nierenhilus ungefähr in die Mitte zwischen frontaler und sagittaler Ebene gestellt.7) Das in seinem Initialstadium dorsalwärts wachsenden Nierenbecken verschiebt sich mit dem Wachstum immer mehr kranialäarts und liegt bei 7.5mm langen Embryonen an der Aussenseite der Aorta abdominalis. 8) Die im Initialstadium einander parallel liegenden Längsachsen der beiden Nierenbecken beginnen sich bei 5.5mm (Scheitel-Steiss) langen Embryonen gegen die Mediallinie zu neigen, so dass sie kaudalwärts gegeneinander convergieren. Der Grad dieser Neigungen wird je nach dem Entwicklungsforschritte immer stärker und ist am stärksten in dem Wachstumsstadium, in dem die Nierenbecken die A. iliaca communis über treten. Von dem folgenden Entwicklungsstadium an nehmen diese Neigengen allmählich ab und werden schliesslich im Laufe des Wachstums wieder fast parallel, sodass das Nierenbecken an der Aussenseite der Aorta abdominalis liegt. 9) Beiden Nierenbecken nähern sich allmählich einander je nach der Zunahme der obengenannten Neigungen und entfernen sich allmählich wieder voneinander je nach der Abnahme derselben. C. Sammelrohren. 1) Die Sammelrohren stammen aus dem Nierenbecken; ihre erste Anlage bildet sich bei 6.2mm (Scheitel-Steiss) langem Embryo als primäres Sammelrohr. Das primäre Sammelrohr vom Mittelteil entsteht durch faltenartiges Vorspringen des Nierenbeckens und das vom kranialen und kaudalen Teile durch spinalformige Ausstülpung. 2) Das primäre Sammelrohr entwickelt sich paarig zuerst vom Mittelteil, zweitens vom kranialen Teile und dann vom kaudalen Teile des Nierenbeckens aus, und bei 7.5mm langen Embryonen finden sich vier Paar primäre Sammelrohren. 3) Das Sekundäre Sammelrohr verzweigt sich dichotomisch von dem primaren und das tertiäre in gleicher Weise von dem sekundären. Die Reihenfolge dieser Entwicklung findet in ganz der gleichen Weise wie beim primären Sammelrohr statt. 4) Bei den Mauseembryonen verwachst das tertiare Sammelrohr (3. Ordnung nach Felix) mit der Harnkanälchenanlage und beide communizieren miteinauder. II. Harnkanälchensystem. 1) Das metanephrogene Gewebe entwickelt sich gleichzeitig mit der Entwicklung der Nierenknospenanlage vom kaudalen Ende des nephrogenen Gewebes aus. 2) Bei 5.0mm (Scheitel-Steiss) langen Embryonen überzieht das metanephrogene Gewebe die Nierenknospe wie eine Mütze; es lassen sich zwei Schichten differenzieren: eine dichte Innenschicht und eine lockere Aussenschicht bei 5.3mm (Scheitel-Steiss) langen Embryonen wird zum ersten Mal die Innenschicht zer splittert. 3) Bei 6.2mm langen Embryonen bildet die Innenschicht des metanephrogenen Gewebes die metanephrogene Kappe und weiter die Zellkugel. Bei 6.8mm (Scheiter-Steiss) langen Embryonen bekommt die Kugel ein Lumen und bildet die Harnkanälchenanlage. 4) Bei 7.5mm langen Embryonen verwachst die Harnkanalchenanlage mit dem Sammelrohr (3. Ordnung) und öffnet sich in dieses. 5) Die Aussenschicht des metanephrogeneu Gewebes stellt die Anlage des Nierenbindegewebes und der Nierenkapsel dar. Bei 7.5mm langen Embryonen wird die Niere durch die Nierenkapsel vom umgebenden Gewebe abgegrenzt und damit ist die äussere Form der Niere deutlich begründet.
Published Date
1936-02-29
Publication Title
岡山医学会雑誌
Volume
volume48
Issue
issue2
Publisher
岡山医学会
Start Page
209
End Page
236
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489
Content Type
Journal Article
Official Url
https://www.jstage.jst.go.jp/article/joma1889/48/2/48_2_209/_article/-char/ja/
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language
日本語
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