Journal of Okayama Medical Association
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「ヒスタミン」ノ生物學的作用ニ關スル研究 第6報 「ヒスタミン」ト血糖價及ビ體温トニ關スル實驗的研究(其二)

Matsueda, Arata
Thumnail 44_945.pdf 3.91 MB
Abstract
In dieser Mitteilung wollen wir die Versuchsergebnisse bezüglich der Veränderungen des Blutzuckers und der Körpertemperatur bei der in den Zerebrospinalkanal eingeführten Verwendung des Histamins beschreiben und unter anderem hervorheben, dass hierbei, trotz seiner subkutanen sowie intravenösen Anwendung, immer konstant eine Hyperglykämie herbeigeftührt wurde wenn auch der Grad nach der Lokalisation der Applikation verschieden war, da das Histamin, im Rückenmarkskanal angewandt, nur eine leichte Steigerung des Blutzuckers und bei seiner Anwendung in der Cisterns cerebello-medullaris et chiasmatis und auch im Seitenventrikel immer konstant eine ziemlich ausgeprägte Hyperglykämie, und zwar besonders beim letzten die stärkste, hervorrief. Die Zuckerausscheidung im Harn geschah auch bei der Anwendung in der Cisterne und im Seitenventrikel, aber nicht bei der intraspinalen. Hier sei noch hinzugefügt, dass zumal bei der Histaminverabreichung in der Cisterna cerebello-medullaris die Höhe des Blutzuckers gewissermassen, wie z. B. mit den Dosen von 0.1 bis 3.0 g pro Kg, doch auch immer parallel mit der gebrauchten Dose wuchs, während der Einfluss in den Fällen mit einer noch grösseren Dose unbestimmt blieb und sogar manchmal eine Herabsetzung des Blutzuckers beobachtet wurde. Was die Körpertemperatur betrifft, so wurde eine deutliche Herabsetzung nur bei der Anwendung in der Cisterna cerebello-medullaris beobachtet, aber keine nennenswerte Veränderung oder sogar eine leichte Steigerung bei den sonstigen Anwendungen. Wir konnten im allgemeinen keinen bestimmten Parallelismus zwischen den Veränderungen des Blutzuckers und der Körpertemperatur finden. Nachdem Tusche oder Lithionkarmin, mit Histamin zusammen in die Cisterna cerebello-medullaris oder in den Spinalkanal eingeführt und histologisch nachgesucht wurde, haben wir auffallenderweise konstatiert, dass beim ersteren schon in kurzem Zeitraum die Injektion in die Nähe der Injektionsstelle auch in die Hirnsubstanz in der Umgebung des dritten Ventrikels und des Seitenventrikels deutlich eingedrungen war. Auch bei alleiniger Histaminanwendung wurde die Hirnsubstanz in der Umgebung des dritten und des Seitenventrikels viel stärker als in der Nähe der Injektionsstelle histologisch als geschädigt gefunden. Bei den Reihen von Kontrollversuchen, wie bei Fesselung der Tiere, bei Punktionen der Zisterne, bei Aussaugung der cerebrospinalen Flüssigkeit oder bei der Wiedereinführung derselben in die Cisterne, bei anstechen der Hirnsubstanz in dieser Gegend, sowie bei Einführung der fremden Substanzen, wie Wasser, Luft, Kochsalz-, Ringerlösung, Olivenöl, Lipijodol, Tusche, Lithionkarmin, Kollargol, Alkohol, Aether, Xylol, Tr. cantharidium, Tr, capsici, Sinomenin hydrochloricum, Sälzsaure und Natronlauge etc., konnte man im allgemeinen keine Hyperglykämie in einer so regelmäsigen und so ausgeprägten Weise wie bei Histaminanwendung hervorrufen, obwohl eine mässige Hyperglykämie auch bei einigen Fällen nachgewiesen wurde, die mit stark reizenden Substanzen behandelt, im Gegensatz zu den Fällen mit Histamin, eine stärkere Herdreaktion der Hirnsubstanz in de Nähe der Injektionsstelle aufwiesen. Aus all dem darf man mit Wahrscheinlichkeit behaupten, dass die Histaminhyperglykämie vorwiegend von der spezifisch-pharmakologischen Einwirkung des Histamins auf eine bestimmte Stelle im Zentralnervensystem herrührt.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489