Journal of Okayama Medical Association
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内耳結核ニ就キテノ實驗的研究

Matsumori, Akira
Thumnail 44_707.pdf 5.09 MB
Abstract
Der Verfasser hat experimentell an Kaninchen, indem er ihnen in den Subarachnoidealraum bovine Tuberkelbazillen injizierte, tuberkulose Meningitis erzeugt, ihr Gehörorgan histologisch untersucht und dabei bei einigen Versuchstieren am Labyrinth interessante histologisch Tatsachen festgestellt, worüber im folgenden einige kurze Mitteilungen gemacht werden. Es werden nämlich von den Kaninchen, denen durch suboccipitale Punktion in den Subarachnoidealraum eine bestimmte Menge Bovintuberkelbazillenlösung eingespritzt wird, die meisten nach ca. 2-3 Wochen klinisch von meningitischen Symptomen befallen und gehen nach mehreren Tagen an Allgemeinen Störungen zugrunde. Deshalb wurde meistens ante mortem Vitalfixierung an ihnen ausgeführt, dann wurden aus ihren Gehörorganen Serienschnitte angerfertigt und mikroskopisch untersucht. Bei nicht vorbehandelten Kaninchen fällt das Labyrinth im Versuch nur bei einer kleinen Zahl von solchen, bei denen die Meningitis hervorgerufen wird, pathologischen Veränderungen anheim. Bei Tieren mit solchen intralabyrinthären Veränderungen entsteht im Aquaeductus cochleae tuberkulose Entzündung, was an den Verlauf der intralabyrinthären Infektion denken lässt. Deshalb hat der Verfasser von dem Gedanken an die Tatsache ausgehend, dass wie Dr. Masaji Tanaka schon bestätigte, die Gewebe im Aquaeductus cochleae zum Retikulärendothelzellensystem gehören und diese durch Milzexstirpation funktionell gestört werden, an den vorher splenektomierten Kaninchen in den Subarachnoidealraum auf gleiche. Weise Tuberkelbazillen injiziert und dadurch bei ihnen Meningitis erzeugt. Dabei fand er zum Unterschied von früheren Versuchen bei vielen Tieren eine tuberkulose Labyrinthitis. Auf Grund dieser Experimente ist er zu folgenden Schlüssen gekommen: 1) Wenn die tuberkulose Meningitis nach der Einführung der Tuberkelbazillen in den Subarachnoidealraum des Kaninchens stattfindet, verbreitet sich die Entzündung im inneren Ohr bei nicht vorbehandelten Kaninchen im Versuch nur in geringer Anzahl, den bei splenektomierten dagegen in relativ grösser Anzahl, und zwar bei den meisten Tieren beiderseits. 2) Die Veränderung im Labyrinth, welche zunächst stattfindet, ist hauptsächlich eine seröse Entzündung, die bei einigen Tieren mit fibrinöser oder hämorrhagischer Entzündung kompliziert wird, während bei Tieren mit fortgeschrittener Entzündung in der Wand der lymphatischen Räume kleinzellige Tuberkel oder Epitheloidzellentuberkel gebildet werden. In weiter fortgeschrittenen Fällen sind die peri- und endolymphatischen Räume mit solchen Tuberkeln an gefüllt. 3) Die Tuberkel im inneren Ohr sind als solche charakterisiert durch Armut an Blutgefässen und typische käsige Degeneration. 4) Solche intralabyrinthäre tuberkulose Entzündungen finden sich im begrenzten Umfange, und zwar sind auch bei Tieren im fortgeschrittenen Stadium die pathologischen Veränderungen meistens auf die oberen Schneckenwindungen beschränkt. 5) Ferner zeigt auch die tuberkulose Labyrinthitis, wenn sie ziemlich lange währt, keine Heilungs- oder Wucherungsprozesse, wie Bindegewebewucherung oder Knochenneubildung etc. 6) Die splenektomierten Kaninchen zeigen eine fortgeschrittenere tuberkulöse Entzündung, als die nicht vorbehandelten Kaninchen. 7) Die Entzündung der Menigen wird hauptsächlich durch den Aquaeductus cochleae in das innere Ohr übermittelt. Wenn wir durch Splenektomie die Phagozytäre Fähigkeit der Retikulärendothelzellen im Aquaeductus cochleae herabsetzen, wird der Entzündungsprozess leichter in das innere Ohr übermittelt.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489