Journal of Okayama Medical Association
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邦産「シキミ」ノ有效成分「イリチン」ニ就テ

Takahashi, Norihiro
Thumnail 40_1991.pdf 1.27 MB
Abstract
Aus der Rinde sowie den Blättern der japanischen Pflanze "Illicium anisatum", welche in einer Gegend Japans seit langem als Volksmittel zur Blutstillung verwendet wird, wurde eine schöne bräunlichrote Substanz von der Konsistenz eines dicken Extraktes gewonnen. Sie ist in Chloroform, Äther, Alkohol, Methylalkohol, Essigäther und Eisessig leicht löslich, in Petroleumäther nicht. In Wasser löst sie sich in gesättigtem Zustand etwa in 1.7-1.8%. Sie zeigt keine Alkaloid-oder Glykosidreaktion. Verfasser nannte diese Substanz "Illicin". In dieser Experiment wurde das Illicin als eine Lösung, deren 1 ccm für 10 g Maus die minimale letae Dosis ist, benutzt. Die Lösung enthielt etwa 1.2% von Illicin in physiologischer Kochsalzlösung. Das Illicin ruft an Mäusen, Katzen und Kaninchen in grossen Dosen Krämpfe hervor und führt zuletzt unter Lähmungserscheinungen zum Ende. Die Dosis letalis beträgt bei subkutaner Injektion für die Maus 1 ccm (ca. 0.012 g) pro 10 g, für die Katze 25 ccm (ca. 0.3 g) pro kg und für das Kaninchen über 70 ccm der genannten Lösung (0.84 g) pro kg Körpergewicht. Auf den Blutdruck des Kaninchens wirkt es in kleineren Dosen fast gar nicht, in grösseren, wie 5-10 ccm (ca. 0.06-0.12g) leicht und vorübergehend erniedrigend. Wenn das Illicin dem Kaninchen intravenös, subkutan oder per os dargereicht wird, so steigert es die Gerinnbarkeit des Blutes beträchtlich. Bei intravenöser Injektion ist die Wirkung schon bei 0.5 ccm (ca. 0.006 g) deutlich, bei 3-5 ccm (ca. 0.036-0.06 g) wird die Gerinnungszeit bis zu 1/3 der normalen Zeit oder noch weiter verkürzt und die Wirkung hält über 5 Stunden an. Die Wirkung der anderen Hämostatica, wie Calcium, Gelatin, ist unter gleichen Bedingungen verglichen, viel schwächer, und von kürzerer Daure als die des Illicin. Clauden und Koagulen sind ebenfalls entscheiden unterlegen. Das Illicin ist auch imstande, die herabgesetzte Gerinnbarkeit des Blutes, die durch Injektion bestimmter Mengen von Hirudin oder Pilocarpin hervorgerufen ist, wieder normal herzustellen oder noch weiter zu fördern. In diesem Antagonismus übertrifft es Clauden und Coagulen beträchtlich. Das Illicin wirkt, dem Blut in vitro zugesetzt, nicht besonders gerinnungsfördernd, wenigstens nicht viel stärker als physiologische Kochsalzlösung, aber etwas besser als Clauden oder Coagulen. Aus dieser Tatsache scheint uns hervorzugehen, dass das Illicin eine Spezifische Reaktion in gewissen Organen des Organismus erregt und infolgdessen die Blutgerinnung begünstigen kann.
Note
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489