Journal of Okayama Medical Association
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所謂一過性肺浸潤症 (sog. flüchtige Lungeninfiltrierung) ノ2例

平木 潔 岡山醫科大學北山内科教室
Thumnail 54_726.pdf 6.89 MB
抄録
Bericht und Besprechung mit Berücksichtigung einschlägier Literatur über 2 Fälle der sog. flüchtigen Lungeninfiltrierung, die der Verf. in unserer Klinik in der letzten Zeit beobachten konnte. Der I. Fall war ein 18 jähriger Schüler, der mit grippenartigen Symptomen in Stürmischem Verlaufen erkrankt war. Das Röntgenbild lieferte auf dem mittleren und dem unteren Feld der rechten Lunge einen ausgedehnten Infiltratschatten. Im II. Fall handelte es sich um eine 16 jahrige Schülerin, die von jeher über ein geringes Fieber und Tachycardie zu klagen hatte und dann mit allgemeiner Mattigkeit allmählich erkrankt war. Beiröntgenologischer Untersuchung des letzten Falles machte sich ebenfalls ein ausgedehnter Infiltratschatten auf dem mittleren und dem unteren Feld der linken Lunge bemerkbar. In den beiden Fällen ist der Röntgenschatten jedoch, als der Verf. vor einem Monate untersuchte, nicht mehr erkennbar gewesen. Das geringe Fieber und die Tachycardie des II. Falles hingegen sind noch bestehengeblieben. Die wiederholt angestellte Mantouxsche Tuberkulin-Reaktion in wechselnden Verdünnungen fiel in den beiden Fällen jedesmal negativ aus. Daraus hat der Verf. den Schluss gezogen, dass man bezüglich des Wesens der vorliegenden Fälle an die Tuberkulose nicht mehr zu denken braucht. Was das Blutbild anbetrifft, so zeigte der I. Fall im Fruühstadium der Erkrankung eine leichte Leukozytose, aber keine Eosinophilie. Nach Ablauf ca. einen Monates kehrte die Leukozytenzahl mit dem Rücktritt der Infiltration allmählich zur Norm zurück, die eosino philen Leukozyten indes vermehrten sich auf 8,5%. Diese Vermehrung machte aber im Verlauf der Zeit einer Tendenz der Abnahme Platz und nach einem weiteren Monat verringerten sich die Leukozyten auf 6,5%, um nach ca. einem halben Monat zu 4,0%, zum normalen Wert, zuruckzükommen. Beim II. Fall war das Blutbild im Frühstadium der Erkrankung nicht bekannt. Als die Kranke ca. ein Monat nach der Erkrankung in die Klinik aufgenommen worden war, liess sich keine Eosinophilie festzustellen. Bei der Entlassung von der Klinik jedoch, die ungefähr nach weiteren anderthalben Monaten geschah, machten die eosinophilen Leukozyten 8,0% der gesamten weissen Zellen aus, was noch anderthalbe Monate nach dem Verlassen der Klinik hartnäckig fortbestand. In den beiden Fällen wurde die Kotprobe mehrere Male vorgenommen, wobei aber nicht nur keine Parsiteneier, sondern auch keine Ursache für die Eosinophilie nachgewiesen wurden. Aus dem Verlauf des Frühstadiums sowie dem Blutbild usw. schliesst der Verf., dass es sich im I. Fall in bezug auf die flüchtige Lungeninfiltrierung um atypische Pneumonie, im II. Fall um allergische Erkrankung handelt. Was aber das andauernd fortbestehende geringe Fieber und die Tachycardie des II. Falles anbelangt, so liegt die Annahme nahe, dass an diesen Erscheinungen der Hyperthyreoidismus, wenn er auch nur in geringem Masse beobachtet wurde, schuld sein muss.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489