Journal of Okayama Medical Association
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徐脈性低血壓症 (Bradycardia hypotonica) ノ2例

平木 潔 岡山醫科大學北山内科教室
Thumnail 53_1886.pdf 3.3 MB
抄録
Der Verf. beobachtete in der letzten Zeit 2 Patienten, die der von Max Herz so bezeichneten Bradycardia hypotonica entsprechen. In allgemeiner Darstellung berichtet der Verf. über die Symptome dieser Krankheit in Berücksichtigung aller von anderen Autoren angegebenen Fulle. Im I. Fall handelte es sich um einen 16 jahrigen Jungling von asthenischem Habitus; im II. kam ein 56 jahriger Mann von piknotischem Körperbau in Betracht. Die Beiden ashen ganz blase aus und klagten über Hypofunktionen sowohl geistig als such Körperlich. Durch Untersuchungen wurden die Bradykardie (beide zeigten 50 pro min.) und Hypotonie (hochstens 90mm Hg beim beiden Falle) ermittelt, obwohl organisch sich keine Veränderungen festetellen liessen. Der I. Fall litt an dem Typhus mandschuricus und wurde in die Klinik anfgenommen. Der II. klagte hauptsächlich uber ein Beklemmungsgefühl auf der Brust und wurde ambulatorisch behandelt. Bezüglich des Blutbildes wurde in den beiden Fällen festgestellt, dass der Hämoglobingehalt und die Erythrozytenzahl normal waren, während in Hinsicht auf die Arten der Leukozyten sich eine leichte Lymphozytose herausstellte. Die Eosinophilie war nicht vorhanden. An der Senkungsgeschwindigkeit der roten Blutkörperchen, ferner an der Blutungszeit sowie Blutgerinnungszeit wurde keine Abnormalität beobachtet. Der Blutzuckergehalt zeigte im I. Fall leichte Hyperglykaemie, wahrend im II. völlig normal war. An Grundumsatz war der I. Fall etwas herabgesetzt, der II. dagegen beinahe normal. Röntgenologisch untersucht, ergab der I. Fall ein an das Tropfenherz heranreichendes Bild. Im II. Fall wurde perkussorisch eine vollständig normale Herzdämpfungsfigur festgestellt. Der I. Fall zeigte beim Aschnerschen Versuch einen negativen Ausf all und war gegen das Adrenalin ziemlich empfindlich. Im II. Fall verlief nicht nur der Aschnersche, sondern auch der Tschermaksche Versuch negativ und ergab sich eine Uuterempfindlichkeit gegen das Adrenalin und eine Überempfindlichkeit gegen das Pilocarpin. Aus der Summe dieser Beobachtungen schliesst der Verf., dass es sich hier um eine von Bergmann angeführte vegatative Stigmatisierung handelt.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489