Journal of Okayama Medical Association
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海猽胎兒ニ於ケルMüller氏管ノ形態學的發生竝ニ其ノ分化ニ就テ

安井 彌八 岡山醫科大學解剖學教室胎生學研究室
Thumnail 52_2242.pdf 4.43 MB
抄録
Der Verfasser hat unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Shikinami dieses Thema. inAngriff genommen und dabei folgende Resultate erzielt. 1. Der Trichter des Müllerschen Ganges beim Meerschweinchen tritt erst beim Embryo von 10.5mm S-St-L. als eine Längsrinne des Kölomepithel am kranialen Ende der Urniere auf. Der kaudale Teil des Müllerschen Ganges entwickelt sich vom kaudalen Ende des Trichters ganz unabhangig vom Kölomepithel oder Urnierengang. 2. Der Trichter öffnet sich anfangs ventrokranial, dann aber neigt er sich allmählich ventrokaudal, um endlich am Embryo von 46mm S-St-L. einen scharfen Winkel mit der Achse der Tube zu bilden. 3. Am Embryo von 13-15mm S-St-L. liegt das kaudale Ende des Müllerschen Ganges an der dorsalen Wand des Wolfschen Ganges und reicht noch nicht zu dem Sinus urogenitalis. Am Embryo von 16mm S-St-L. reicht der Müllersche Gang bis zum Sinus urogenitalis und bildet mit diesem zusammen den Uterovaginalkanal. Aber die kaudalen Enden der bilateralen Uterovaginalkanäle verschmelzen hierbei noch nicht. Erst beim Embryo von 17mm S-St-L. verschmelzen sie. 4. Am Embryo von 20mm S-St-L, fängt das Ovarium an zu sich senken. Gleich zeitig treten Fimblia, Tuben, Uterus, Zervix uteri und Scheide zu Tage. 5. Die Fimblia entsteht aus dem freien Rand des Trichters. 6. Die Grenze der Tube zum Uterus ist die Berührungsstelle des Uterovaginalkanales mit dem Guberunaculum Hunteri. Diese Grenze entspricht der Kreuzungsstelle des Müllerschen Ganges mit dem Wolfschen Gang. 7. Der Zervix uteri nimmt den kranialen Teil des Uterovaginalkanales und besitzt eine Scheidewand in sich. Diese Scheidewand besteht auch noch nach der Geburt. 8. Die Scheide entwickelt ihren grössten kranialen Teil aus dem Uterovaginalkanal und aus dem Sinus urogenitalis nur ihren kleineren kaudalen Teil. 9. Die Tube fängt am Embryo von 27mm S-St-L. an sich spiralig mit der Senkung des Ovarium zu drehen. Schliesslich zeigt die Tube am Embryo von 46mm S-St-L. fast die gleiche Drehung wie die des Erwachsenen. 10. Am Embryo von 46mm S-St-L. öffnet sich die Scheide noch nicht zum Sinus urogenitalis. Es ist auch wahrscheinlich, dass die Lumenverbindung der Beiden erst nach der Geburt entsteht.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489