Journal of Okayama Medical Association
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剔脾竝ニ低壓ノ血液諸性状ニ及ボス影響ニ就テ(第4報)低濕低壓ノ抗體産生ニ及ボス影響ニ就テ

高橋 勳 岡山醫科大學衛生學教室
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抄録
Der Einfluss des Höhenklimas auf den Organismus wurde schon von vielen Autoren untersucht; aber es liegen bis jetzt noch keine systematischen Untersuchungen über den Einfluss des Niederdruckes und der Trockenheit der Luft auf die Antikörperbildung bei Versuchstieren vor. Verfasser beschäftigte sich daher mit diesen Fragen bei sensibilisierten Tieren in der Versuchskammer (vergl. II. Mitteilung; relative Feuchtigkeit 20-30%, 400mm.Hg.) und erzielte dabei folgende Resultate: 1) Der normale Komplementgehalt des Meerschweinchens verändert sich unter dem Einfluss einer kurzen (6 Stunden) und einer langen Wirkung (5-Tage 6 Stunden) des Niederdruckes und der Trockenheit der Luft nicht. 2) Wie Versuch 1 zeigt, kann man eine nennenswerte Wirkung der Behandlung in der pneumatischen Kammer auf das normale Hämoagglutinin des Kaninchens weder bei kurzem noch bei langdauerndem Versuch feststellen. 3) Nach einem kurzen Aufenthalt in der Pneumokammer tritt keine Titerveränderung beim Versuchstier mit Hämoagglutininreaktion auf. 4) Nach langer Einwirkung des Unterdruckes und der Lufttrockenheit stellte Verfasser interessante Tatsachen in Bezug auf die Antikö rperbildung bei Kaninchen fest, die je nach der Wirkungsweise und der Injektionszeit verschieden sind, und zwar wie folgt: a) Wenn man das Versuchstier sofort nach der Antigeninjektion an 6 Tagen, und zwar an jedem Tage 6 Stunden lang in die Kammer mit verdünnter Luft verbringt, so stellt man nach 3 Tagen eine deutliche Steigerung des Agglutininwertes fest, und dieser hohe Agglutininwert bleibt noch lange nach dem Experiment unverändert. b) Wenn man das Antigen vorher injiziert, so bleibt der Agglutininwert unverändert. c) Wenn man das Kaninchen am 3. Tage nach der Antigeninjektion der Wirkung des Unterdruckes und der Lufttrockenheit aussetzt, so ist eine geringe Steigerung des Agglutininwertes zu bemerken. d) Wenn sich das Kaninchen 7 Tage nach der Antigeninjektion in der Versuchskammer 6 Tage lang aufhält, bleibt der Agglutininwert unverändert. Kurz ausgedrückt: Die Bildung des Antihühnererythrozytenagglutinins wird gefördert, wenn der Unterdruck und die Trockenheit der Luft sofort oder kurze Zeit nach der Antigeninjektion eine lange Zeit hindurch wirken kann. 5) Die Antikörperbildung bei Antikoliagglutinin, Hämolysin, Präzipitin uud Bakteriolysin geschicht in gleicher Weise wie bei Hämoagglutinin des Huhnerrotes, doch ist sie nach der Ergebnissen des Verfassers im ietzteren Fall am deutlichsten. 6) Bei langem Aufenthalt in verdünnter Luft stellt Verfasser bei Versuchstieren die Arneth'sche Kernverschiebung nach links, d.h. die jugendliche Form der weissen Blutzellen fest. 7) Aufgrund der obigen Versuche schliesst Verfasser, dass das Höhenklima auf die blutbildenden Organe einwirkt und dadurch eine Steigerung der Immunkörperbildung im Gefolge hat.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489