Journal of Okayama Medical Association
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蟲樣突起炎ニ關スル研究補遺 第1編 統計的觀察

久保田 正治 陸軍軍醫學校病理學教室
Thumnail 52_950.pdf 3.85 MB
抄録
Verf. beschreibt in der I. Mitteilung seine statistischen Beobachtungen der Appendicitis, die er bei 503 Fällen in militärischen Kreisen vorgenommen hat. Zunächst stellte Verf. die Prozentsätze der Erkrankung in denselben Kreisen fest. Dann beobachtete er statistisch die klinischen Krankheitserscheinungen und die ehirurgischen Befunde unter der Abgrenzung jeder Arten der Appendicitis bei den Fällen, die dem Verf. zugestellt waren. Sodann untersuchte er die Ursache der Krankheit unter Berücksichtigung des Dienstjahres, der Waffengattung und der Jahreszeit, indem Verf. die Beziehungen zwischen den ebengenannten Umständen und der Krankheit klar zu stellen suchte und kam endlich zum folgenden Schluss. Schlussfolgerungen: 1) Verf. hat in den letzten 5 Jahren bei den insgesamt 503 Fällen, die aus Kranken an Appendicitis im Heer des kaiserlichen Reiches und aus einem Teil der in die militärärztliche Bildungsanstalt aufgenommenen Patienten bestehen, statistische Beobachtungen der Krankheit vorgenommen. Unter diesen Kranken fand Verf. oberflächliche Eutzündung (Appendicitis acuta simplex) 174 Fälle (34.5%), Appendicitis perforativa (phlegmonöse, eitrige, nekrotische Entzündung) 178 Fälle (35.3%) und akute perforative Entzündung 32 Fälle (6.3%), welche alle pathologisch-histologisch typische Befunde lieferten. 2) Meiste Kranken wurden in den drei Jahreszeiten, nämlich im Frühling, Sommer und Herbst, von der betreffenden Krankheit befällen. Jedoch der Zusammenhang zwischen der Jahreszeit und der Entstehung der Appendicitis steht nicht fest; nach dem Erachten des Verf.s kann es die Waffengattung sein, die hauptsächlich der Erkrankung Vorschub leistet. 3) Der Durchschnitt der letzten fünf Jahren ergibt, dass im Heer des kaiserlichen Reiches ca. 2000 Personen alljährlich an dieser Krankheit erkranken und auf jede Person etwa 30 Tage ärztlicher Behandlung kommen. Aber der dadurch entstandene Verlust des Heeres ist mitsamt der Gestorbenen und der Verabschiedeten sehr gering, er über schreitet nicht 0.05%. Die Ursache dieses günstigen Verhältnisses sieht Verf. zunächst in der sofort ausgeführten Operation. 4) Die Krankheit tritt beim Rekrut ebenso häufig wie bei älteren Soldaten; diese Tatsache scheint darauf hinzuweisen, dass es nicht viel auf Erfahrenheit und Unerfahrenheit an Heeresleben ankommt. 5) Bei 60% der gesamten Kranken hatte der spontane Schmerz, den man ausserhalb der Ileocöcalgegend verspürte (er war am häufigsten an der Gegend des Epigastriums), die Appendicitis erkennen lassen. Das verdient besondere Beachtung für die Diagnose dieser Krankheit. 6) Bei 25.3% der Patienten konnte Verf. Kotsteine nachweisen. Daraus folgt, dass die Kotsteine bei der Entstehung dieser Krankheit eine wichtige Rolle spielten. 7) Verf. beobachtete, dass die Appendix am meisten am oberen, dann am mittleren, am wenigsten am unteren Abschnitt von der Entzündung angegriffen war. 8) Was die Beziehung zwischen der Perforationsstelle und dem Sitz der Kotsteine in der Appendix anbelangt, so findet man, dass die Perforation meistens an dem von den Kotsteinen eingenommenen Platz oder an dessen Distalteil entsteht. Darum glaubt Verf., die Bedeutung der Kotsteine gegenüber der Perforation relativ hoch zu bewerten. 9) Unter allen operierten Fällen gab es 7% Kranken, bei welchen es sich um den von den Kotsteinen selbst hervorgerufenen Schmerz handelte. Es waren nur verschwindend wenige Fälle vorhanden, welche als echtes Coecum mobile angesehen werden dürften. 10) Unter den umschriebenen Druckschmerzen, die als Symptome der Appendicitis zu betrachten pflegt, wurde der Mac Burney's Punkt am häufigsten beobachtet, danach kam als zweithäufigstes Symptom die muskuläre Spannung der Bauchdecke. Bei Exazerbationen war die Spannung der Bauchdecke ein fast nie fehlendes Symptom. 11) Bei den weitaus meisten Fällen wendete sich die Appendix nach unten; bei den ca. ein viertel Fällen war sie nach hinten gerichtet. Aber zwischen der Lage der Appendix und der Krankheit mag wohl keine besondere Beziehung bestehen.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489