Journal of Okayama Medical Association
Published by Okayama Medical Association

<Availability>
Full-text articles are available 3 years after publication.

臟器過敏症ノ組織學的研究(第1編)抗腎,抗肺血清ニ依ル海猽臟器ノ檢索

渡邊 善朝 岡山醫科大學衛生學教室
Thumnail 52_910.pdf 11.8 MB
抄録
Um den mikroskopischen Befund bei Anaphylaxie weiter zu untersuchen, wurde beim Meerschweinchen durch Antiserum von seinem Organantigen inverse Anaphylaxie erzeugt. Dabei unterscheidet Verfasser zwei Arten von Antiorganwirkung, d.h. einerseits durch Forssman'sche Antikörper, weil dieses Antiserum durch Meerschweinchenorgan bei Kaninchen hergestellt wird, und andererscits durch im engeren Sinne antiorganische zytotoxische Wirkung auf das entsprechende Organ. Das Organ des Meerschweinchens wurde nach Blutentleerung mit physiologischer Kochsalzlösung 50 Minuten lang unter starker (1m. hoher) Druckwirkung gut durchspült und dann in fliessendem Wasser wieder 1 Tag lang gewaschen um es möglichst von Blut zu befreien. Das zerschnittene Organ wurde im Mörser pulverisiert und im Exkator aufbewahrt. Das Antigen zur Präzipitinreaktion wurde in physiologischer Kochsalzlösung extrahiert und der Eiweissgehalt nach der Essigsäure-Ferrocyankalium-Methode bestimmt. Das Kaninchen wurde mit diesem Organantigen vielmals immunisiert und das Serum des Versuchstiers wurde serologisch in Bezug auf Präzipitinwert (nach Uhlenhuth'scher- und Ogata'scher Methode) gegen Organantigen des Meerschweinchens und in Bezug auf den Hämolysinwert gegen Ziegenblutzellen bestimmt. Dieses Antiserum von Kaninchen wurde dem normalen Meerschweinchen injiziert und Schocksymptome des Versuchstiers genau beobachtet. Das Organ des Versuchstiers wurde mikroskopisch genau untersucht. (Siehe Fig. 1-8.) Um die eigene Wirkung des Forssman'schen Antikörpers von der zytotoxischen Wirkung zu scheiden, absorbierte Verfasser das Antiorganserum mit entgegengesetztem Antigen (für Forssman'sche Antikörper durch Organantigen und für das zytotoxische Serum mit Ziegenblut). Das Meerschweinchen wurde dann mit Abgussserum injiziert. 1) Das Antinierenserum reagiert bei der Präzipitinreaktion auf die Niere am deutlichsten und das Antilungenserum auch bei der Lunge, doch reagieren die beiden Antisera bei anderen Organen, z.b. Leber, Herz, Milz u.a., in verschiedenen Graden etwas schwach. 2) Wenn man diese Antisera dem Meerschweinchen injiziert, so kann man sofort den typischen inversen anaphylaktischen Schock hervorrufen, aber wenn man den Forssman'schen Antikörper in diesen Immunsera durch Absorptionsverfahren beseitigt und dann das Abguesserum injiziert, so kann man keinen Schocktod oder typische Schocksymptome mehr hervorrufen. Bei letzteren beobachtet man die stärkste histologische Veränderung an der dem Antig entsprechenden Lunge oder Niere. 3) Das Mengenverhältnis des Forssman'schen Antikörpers in diesen Antisera geht umgekehrt parallel mit der Minimalmenge, die beim Meerschweinchen den Schocktod hervorrufen kann. 4) Wenn man das Präzipitin im Immunserum durch Resorptionsverfahren beseitigt und das Abgussserum dem Meerschweinchen injiziert, so bleiben die klinischen Symptome des Versuchstiers und die minimale tödliche Dosis unverändert, wie bei der Injektion von genuinem Serum. Aber Verfasser bemerkte dabei das interessante Phänomen, dass dadurch das Intervall bis zum Schocktod etwas verlängert wird. Je grösger die Präzipitinmenge ist, desto kurzer wird das Zeitintervall. 5) Die Organveränderungen nach der Immunseruminjektion sind verschiedenartig und mannigartig, aber pathologischanatomisch will Verfasser folgendermassen schliessen: Der intravenös injizierte Antikörper wirkt in der Blutbahn auf die Gewebszellen (Antigen) ein, da in den Gewebszellen, besonders in der Blutbahn, eine Antigen-Antikörperreaktion eintritt, d.h. umgekehrt bei der normalen Anaphylaxie. So wird zuerst in Blutgefässsystem eine Schadigung (Hyperämie, Blutung, Ödem u.a.) hervorgerufen. Die parenchymatösen Epithelzellen werden durch die Blutgefässe genährt. Es ist daher bedenklich, dass die degenerative Veränderung der parenchymatösen Epithelzellen als Folge der Blutgefässschädigung sekundär eintritt.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489