Journal of Okayama Medical Association
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過敏症「シヨツク」動物ノ白血球像ニ就テ

渡邊 善朝 岡山醫科大學衛生學教室
Thumnail 52_851.pdf 15.4 MB
抄録
Verfasser untersuchte die Leukozytenverschiebung sowohl bei aktiver als auch bei passiver Anaphylaxie, bei Pepton- und Histaminschock und zuletzt bei der umgekehrten Anaphylaxie, wobei letztere durch Forssman'sche Antikörper bei Meerschweinchen hervorgerufen wurde. Als Versuchstiere zur Sensibilisierung benutzte er Meerschweinehen und Kaninchen, die durch Pferdserum oder Huhnerrote sensibilisiert wurden. Bei aktiver und passiver Anaphylaxie mittels Pferdserums bestiminte er nun die Reinjektionsmenge des Antigens genau nach der Bindungszone des Präzipitins entsprechend der Antikörperverdünungsmethode nach Ogata. Er erhielt folgende Resultate: 1) In bezug auf die Leukozytenschwankung kann man drei Zeiten nach Antigenreinjektion unterscheiden. Der erste Zeitabschnitt endet 5 Minuten nach der Antigenreinjektion. In dieser Periode beobachtet man deutliche Leukopenie. Nach Prozentsatz und Zahlenverhältnissen wird diese Leukopenie durch Verminderung der pseudoeosinophilen Zellen verursacht, da die Verminderung der Lymphozyten sehr gering ist. Der zweite Abschnitt umfasst die Zeit von 1 Stunde nach der Antigenreinjektion und in dieser Periode beobachtet man eine sehr deutliche Leukozytose, wobei sich alle Leukozytenarten vermehren. Doch spielen, die Lymphozyten bei dieser Vermehrung noch keine nennenswerte Rolle, weil die Vermehrung nur in geringem Umfang stattfindet, in einigen Fällen die Verminderung sogar noch andauert. Im dritten Zeitabschnitt, 6 Stunden nach der Reinjektion, vermindern sich die Leukozyten wieder allmählich und kehren nach 24 Stunden zu ihrem normalen Wert zurück. 2) Beim Kaninchen beobachtet man die gleiche Schwankung der Leukozyten wie beim Meerschweinchen nach Antigenreinjektion bei aktiver Anaphylaxie, jedoch ist die Verschiebung der Leukozyten bei ersterem nicht so deutlich wie bei letzterem. 3) Die Schwankung der Leukozyten bei passiver Anaphylaxie verlauft parallel zur aktiven und kann man auch dabei drei Perioden unterscheiden. In der zweiten Periode, 3 Stunden nach der Reinjektion, ist die Vermehrung am deutlichsten. Es ist sehr interessant, dass bei passiver Anaphylaxie die Schwankung der Leukozytenzahl stärker ist als bei aktiver. Die erste Leukopenie zeigt sich noch deutlicher als bei aktiver Anaphylaxie und dadurch verlangert sich die Vermehrung der Leukozyten bis zum normalen Wert und nach 3 Stunden sieht man die Leukozytose deutlicher. Bei aktiver Anaphylaxie kann diese Leukozytose schon nach 1 Stunde und zwar etwas schwächer ale bei der passiven Anaphylaxie eintreten. Wie bei der aktiven Anaphylaxie ist die Hauptursache fur die Schwankung der gesamten Leukoiytenzahl auf die Pseudoeosinophilenzellen zuruckzüführen. 4) Beim Peptonschock von Kaninchen und Meerschweinchen kann man auch drei Perioden unterscheiden. Die erste Leukopenie wird direkt nach der Injektion zuerst beobachtet, doch diese Leukopenie ist sehr leicht und kurzfristig. Dann vermehrt, sie sich wieder und kehrt zur normalen Zahl zurück. In der zweiten Periode (nach 3 Stunden) sieht man nochmals deutlicher Leukopenie und dann nach 6 Stunden (dritte Periode) stärkere Leukozytose. Nach 24 Stunden nimmt die Leukozytenzahl wieder den Stand vor der Injektion ein. Die Hauptursache für die Schwankung der gesamten Leukozytenzahl ist beim Peptonschock auf die Schwankung der Lymphozyten zurückzüfuhren, während die Schwankung der eosinophielen Leukozyten unregelmässig verläuft. 5) Bei der Histamininjektion beobachtet man keine Leukopenie, beim Meerschweinchen vermehren sich die Leukozyten allmählich bis zu 3 Stunden. Nach 6 Stunden trat undeutliche Leukopenie ein. Dieser Zustand dauerte bis zu 24 Stunden. 6) Bei der inversen Anaphylaxie durch Forssman'sche Antikörper sieht man auch ein undeutlicheres Bild als bei normaler Anaphylaxie. Direkt nach der Injektion bleibt die Leukozytenzahl unverändert. Nach 1 Stunde beobachtet man leichte Leukopenie und nach 6 Stunden leichte Leukozytose. Die Schwankung der Leukozyten ist am deutlichsten beim Antimilzserum von Meerschweinchen, weil dadurch das haematopoetische Organ stärker als bei einem anderen Organantiserum (Niere, Herz, Leber und Lunge) gereizt wird.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489