In meiuen vorigen Arbelten habe ich mitgeteilt, dass der Golgiapparat in den Spinalganglien und Vorderhornzellen bei Kaninchen und Huhn zuerst im Zellkörper körnig in diffuser Weise zum Vorschein kommt, dann einen komplexen Charakter annimmt. Hier beschäftigen wir uns mit dem Apparat in den Schilddrüsenepithelzellen beim Kaninchen. Die Untersuchung desselben geschah nach wie vor durch die Golgi'sche Uransilbermethode. Die Resultate, zu denen wir gelangt sind, sind wie folgt: 1) Der Golgi'apparat in den Schilddrüsenepithelzellen treten beim Kaniuchen etwa am 15. nach der Empfängnis zuerst um den Kern herum diffus körnig auf, und seine körnigen Formelemente sammeln sich daun allmahlich an Zahl zunehmend etwa um den 20. Tag in einem Pol des Zellkörpers. Gleichzeitig werden sie zwirnformig und bilden miteinander zusammenhängend ein Netzwerk, so dass in dieser Periode der Apparat von diffusen Typus endlich in den vom Komplexen Typus übergeht. 2) Obgleich das Netzwerk des Golgiapparates mit der weiteren Entwicklung immer mehr verwickelt zutage tritt, doch ist es gerade nach der Geburt noch sehr fein und hauptsächlich in der dem Follikellumen nahen Zellhälfte anzutreffen. Erst um den 30. Tag nach der Geburt bietet der Golgiapparat fast dieselben Bauverhältnisse wie beim ausgewachsenen dar.