Journal of Okayama Medical Association
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2-3所謂痙攣竝ニ體温下降毒ノ血液「カルシウム」量ニ及ボス作用知見補遺

内橋 禮次 岡山醫科大學藥理學教室
Thumnail 47_2195.pdf 11.5 MB
抄録
Verfasser behandelte in der vorigen Mitteilung seine Forschungen über den Einfluss verschiedener Krampfgifte, wie Pikrotoxin, Strychnin usw., auf den Blutkalkspiegel des Kaninchen. Dabei hatte sich insbesondere ergeben, dass neben der Mannigfaltigkeit des die Krämpfe erregenden Wirkungsmechanismus dieser Gifte die Wirkungsweise auf den Blutkalkspiegel je nach dem Gifte verschieden ist, leider konnte aber die Wirkungsmechanismus auf den Blutkalk noch nicht genügend klargestellt werden. Verfasser hat daher versucht, sich durch weitere Experimente klarere Vorstellungen über die Wirkungsweise der Krampf- und Kühlgifte auf den Blutkalkspiegel zu verschaffen, indem er als Versuchstier das Kaninchen und als Mittel Pikrotoxin, Santosol und Veratrin (als neue) heranzog. Auf Grund dieser Versuche konnte folgendes ermittelt werden. 1) Pikrotoxin, Santosol und Veratrin setzen in einer Subkrampfdosis den Gehalt an Blutkalk immer herab. 2) Durch Vorbehandlung mit Atropin, das eine Lähmung der parasympathischen Endigungen bewirkt, wird diese hypocalcämische Wirkung fast garnicht beeinflusst. 3) Dagegen tritt die hypocalcämische Wirkung dieser Gifte nicht mehr zutage, wenn man das Tier mit dem auf die fördernden sympathischen Endigungen lähmend wirkenden Yohimbin vorbehandelt. 4) Beim beiderseits splanchnicotomierten Tiere wird die hypocalcämische Wirkung nicht mehr deutlich nachgewiesen. 5) Nach Einwirkung der sog. Hirnstammnarkotica, Luminal, wird auch die hypocalcämische Wirkung dieser Krampfgifte fast vollständig unterdruckt. Auf Grunde obiger Tatsachen kam Verfasser zu dem Schluss, dass die Wirkung dieser Krampf- und Kühlgifte auf den Blutkalkspiegel zentraler Natur ist, dass dort diese Gifte mit Wahrscheinlichkeit auf einen bedingten Teil des Zwischenhirns, der nur für den Kalziumstoffwechsel zugänglich ist und mit dem durch Condrelli angebene und durch Tsukuda nachgeprüfte sog. Zentrum des Kalziumstoffwechsels identisch ist, erregend wirken müssen, demgemäss eine Abnahme des Gehaltes an Blutkalk hervorgerufen zu werden scheint.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489