Journal of Okayama Medical Association
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家兎睾丸運動神經ニ關スル藥理學的研究(第1報)生體竝ニ摘出家兎睾丸自働運動及ビソレガ自律神經主宰ニ關スル實驗

内橋 禮次 岡山醫科大學藥理學教室
Thumnail 47_1940.pdf 19.3 MB
抄録
Verf. untersuchte die motorischen Innervationen des Kaninchenhodens, über weiche seines Wissens bis heute noch niemals Untersuchungen angestellte wurden. Er führte diese Experimente beim ausgeschnittenen Hoden durch das Verfahren nach Magnus und bei dem im Körper befindlichen durch seine neue Methode aus und kam zu den folgenden Ergebnissen. 1) Der ausgeschnittene und der im Körper befindliche Kaninchenhoden zeigt fast immer regelmässige rhythmische automatische Bewegungen (1-3 pro Minute), zu denen der Nebenhoden in keiner Beziehung steht. 2) Adrenalin: Auf den ausgeschnittenen Hoden wirkt es in kleinen Dosen fördernd, unter Umständen wirkt es aber auch hemmend. Nach mittleren und grossen Gaben wird immer eine Förderng der Bewegung beobachtet. Wenn das Hodenstück mit Ergotamin oder Yohimbin nach- oder vorbehandelt wird, so tritt die durch Adrenalin hervorgerufene Erregung nicht mehr zutage, sondern es tritt immer eine Hemmung auf. Auf den im Körper befindlichen Hoden wirkt Adrenalin in allen Dosen nur fördernd. Diese Erregung wird durch Nach- oder Vorbehandlung mit Yohimbin beseitigt, wobei aber eine hemmende Wirkung, welche beim ausgeschnittenen Hoden nachgewiesen wird, niemals beobachtet wurde. 3) Acetylcholin: Beim ausgeschnittenen Hoden wirkt es in bis zu mittleren Dosen öfters fördernd oder hemmend und in grossen Dosen stets fördernd. Seine fördernde oder hemmende Wirkung wird durch kleine Dosen Atropin ganz beseitigt. Bei dem im Körper befindlichen Hoden wirkt Acetylcholin nur fördernd; seine fördernde Wirkung wird durch Nach- oder Vorbehandlung mit Atropin beseitigt. Die hemmende Wirkung von Acetylcholin, welche beim ausgeschnittenen Hoden zutage tritt, wird dabei niemals beobachtet. 4) Weiter wurde die Wirkung des Adrenalon, Cocain, Nicotin und Physostigmin auf die automatischen Bewegungen des ausgeschnittenen Hodens untersucht. Aus den oben beschriebenen pharmakologischenen Tatsachen wird geschlossen: 1) Der Kaninchenhoden wird von den sympathischen und parasympathischen Nerven innerviert. 2) Am ausgeschnittenen Hoden wird das Verhandensein von sympathisch hemmenden u. fördernden Fasern und parasympathisch hemmenden u. fördernden Fasern pharmakalogisch nachgewiesen. 3) An dem im Körper befindlichen Hoden sind aber nur Reizerscheinungen der fördernden Fasern des Sympathikus und der Parasympathikus allein pharmakologisch nachweisbar.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489