Journal of Okayama Medical Association
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膀胱ニヨル抗原ノ吸收竝ニ局所反應ニ就テ(第II報B)第4編(各論其ノ3)膀胱免疫ニ於ケル局所膀胱反應

赤枝 守一 岡山醫科大學衛生學教室
Thumnail 47_2809.pdf 71.4 MB
抄録
Es gibt zwar schon umfangreiche Literatur über die locale Anaphylaxie, welche beim Immuntier durch die Antigenreinjektion auf verschiedene Organe verursacht wird, doch ist von Experimenten über die locale Blasenanaphylaxie bisher nur sehr wenig berichtet worden. Deswegen habe ich mich nun in dieser Abteilung mit der Untersuchung der localen Blasenreaktionen bei der Blasen-immunisierung beschäftigt. Dazu habe ich das Rinderserum oder das Pferdeserum in die gesunde Kaninchenblase injiziert; dann habe ich nach einer bestimmten Inkubationszeit dasselbe Antigen in die Vene, in die Blase oder gleichzeitig in diese beiden desselben Immunkauinchens reinjiciert und die localen Blasenreaktionen beobachtet. Die anaphylaktischen Blasenreaktionen werden nach zwei Seiten hin beobachtet; d. h. die Veränderung des Blaseninnendruckes und die histologische Gewebsveränderung der Blase der erstere wird durch die von mir sorgfältig eingerichtete Messungsmethode auf dem Kimographion angezeigt, die letztere wird in Schnittpräparaten unter dem Mikroskop beobachtet. Es wird auch nicht versäumt zu prüfen, wie die gegenseitigen Verhältnisse zwischen den beiden Blasenreaktionen sich gestalten und weiter wie die einzelnen Blasenreaktionen in Zusammenhang mit einem anderen, dabei gleichzeitig hervorgerufenen Symptomenkomplex stehen, und zwar wie der Titerverlauf des Präcipitins nach Ogata und der des Komplementes kurz vor und nach der Anaphylaxie geht; schliesslich suchte ich die Antikörperbildung im Blasengewebe nach Blasenimmunisierung nachzuweisen. Die Untersuchungsresultate sind die folgenden:- 1) Der Binnendruck der Kaninchenharnblase wird beim normalen Zustand mit einer kleinwelligen und fast geraden Linie angezeigt (Siehe Tafelbild, Curve 1, 2, und 3). 2) Nach Antigenreinjektion beim blasensensibilisierten Kaninchen (d. h. das Antigen war schon in die Harnblase des Kaninchens injiziert worden) bemerkt man fast immer, unabhängig von den Reinjektionsstellen, eine starke Binnendrucksteigerung durch Blasenkontraktion und eine deutliche Gewebsveränderung durch anaphylaktische Entzündung. Beim Venenimmunkaninchen sieht man keine Gewebsveränderung in der Harnblase der Innendruck der Blase verändert sich jedoch ziemlich stark nur bei der intravenösen Antigenreinjektion, sonst bemerkt man bei Blasenreinjektion keine Binnendrucksteigerung. 3) Die Innendrucksteigerung der Blase bei der localen Immunisierung erfolgt bald frühzeitig (in 2-15M. nach der Reinjektion), bald später (in 30-40M.), die spätere Steigerung zeigt einen besonderen Typus. Beim aligemeinen Venenimmunkaninchen steigt der Innendruck, wenn er steigt, relativ frühzeitig (in 10-15M. nach der Reinjektion). 4) Die Veränderung des Blasengewebes nach der Reinjektion zeigt beim Blasenimmunkaninchen ein Bild von leichter, subacuter oder acuter Entzündung, zuweilen tritt die Nekrose auf. 5) Beim Blasenimmunkaninchen stimmt der Grad der Blaseiainnendruck steigerung nicht gerade mit dem Grade der Gewebsveränderung überein. 6) Beim Blasenimmunkaninchen werden die Innendrucksteigerung und die Gewebsvoränderung der Blase bei intravenöser Reinjektion fast immer von den allgemeinen Symptomen (Krämpfen) begleitet; nach anderen Reinjektions weisen zeigt sich kein Parallelismus. 7) Beim Blasenimmunkaninchen steht das Zeicheh für die Drucksteigerung der Harnblase mit dem Präcipitintiter des Serums (kurz vor der Reinjektion) parallel, während die Gewebsveränderung der Blase zu dem Präcipitintiter von der Reinjektion keine nennenswerten Verhältnisse zeigt.Beim Venenimmunkaninchen stimmt die Drucksteigerung des Blaseninneren mit den allgemeinen Symptomen überein und steht sogar wahrscheinlich im Verhältnis zum Verdünnungstiter des Präcipitins nach intravenöser Reinjektion. 8) Der Verdünnungstiter des Präcipitins nach der Antigenreinjektion vermindert sich deutlich und verschwindet zuweileu ganz. Der Komplementtiter vermindert sich ebenfalls meist mehr oder weniger. Dies ist der Fall beim Blasenimmunkaninchen, Venenimmunkaniuchen und Blasen- und Venenimmunkaninchen, unabhängig von den Reinjektionsstellen; die Verminderung des Präcipitin- und Komplementtiters ist am deutlichsten nach intravenöser Reinjektion beim Venenimmunkaninchen. 9) Die oben genannten localen Blaseureaktionen, welche, beim Blasenimmunkauinchen durch die Reinjektion desselben Antigens veruracht werden, kann man bald als secundäre locale Anaphylaxie (bei intravenöser Reinjektion), bald als primäre locale Anaphylaxie (bei intravesicaler Reinjektion) und bald als secundäre und primäre.locale Anaphylaxie (bei intravesicovenöser Reinjektion) ausehen. Die loealen Blasenreaktionen scheinen am deutlichsten bei intravesicaler Reinjektion (die erste Impfungsstelle) desselben Antigens zu sein. 10) Beim Blasenimmunkaninchen ist das Präcipitin im Blasengewebe nicht nachweisbar, weil der Extrakt des Blasengewebes zu wenig Präcipitin enthält.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489