Journal of Okayama Medical Association
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一眼ニ與へタル持續的光刺戟ガ他眼ノ視力ニ及ボス影響ニ就テ

田村 眞一郎 岡山醫科大學生理學教室
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抄録
Der Versuch wurde folgendermassen angestellt; Die Sehschärfe des Auges wurde bestimmt durch die Feststellung der grössten Entfernung für die genaue Erkennung der Lücke eines bestimmten Landoltschen Ringes (In der Probe war der eine Ring schwarz auf wissem Grunde, der andere weiss auf schwarzem Grunde). Um den Einfluss der Pupillengrösse zu vermeiden, wurde das rechte Auge mit der Stenopaischen Brille bewaffnet, während die Netzhaut des linken Auges von einer bestimmten Lichtquelle den Reiz empfing. Die Lichtquelle veriierte bei jeder Versuchsreihe in drei Stufen nämlich; 2,3; 12,7; 54,0 M. K. Dit Bestimmung der Sehschärfe wurde unter verschiedener Beleuchtung, d. h. 2,0; 8,6; 33,6; 60,0; 126,6 Lux vorgennommen. Daraus ergibt sich folgendes: 1. Wenn ein Auge dauerndes Licht empfängt, so wird die Sehschärfe des anderen in der Weise beeinflusst, dass sich die Sehschärfe verfeinert bei der Sehprobe mit schwarzem Ring auf weissem Grund, sich dagegen vermindert bei weissem Ring auf schwarzem Grund. 2. Bei schwächerer Beleuchtung ist der Einfluss deutlicher bemerkbar ais bei stärkerer, und mit der Zunahme der Stärke und der Zeitdauer des in das andere Auge einfallenden Lichtes wird der Einfluss geringer. 3. Abhalten des Lichteinfalls im anderen Auge führt meistenteils eine anschlies sende temporale Abnahme der Sehschärfe herbei. 2-5 Minuten nach dem Abhalten des Lichteinfalls wird die Sehschärfe wieder normal, d. h. ihr Wert wird ohne Beeinflussung durch das andere Auge wiederhergestellt. 4. Das obige Resultat stimmt mit der von Hering ermittelten Tatsache bei der binokularen Mischung tonfreier Farben gut überein.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489