Journal of Okayama Medical Association
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眼結膜ニ於ケル過敏性局所反應竝ニ結膜ノ免疫學的觀察

後藤 義貞 岡山醫科大學衛生學教室
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抄録
Die Ophthalmoreaktion (Wolff-Eisner, Calmette) war in bezug auf Lokalanaphylaxie ein interessantes Phänomen. Ich habe mich mit dieser Frage durch Präzipitinuntersuchung in vitro beschäftigt und die innige Beziehung zwischen Lokalanaphylaxie in der Bindehaut und Präzipitinreaktion nachgewiesen. Weiter habe ich eingehende Experimente über Antikörperbildung nach lokaler Bindehautimmunisierung (durch direkte Injektionsweise oder durch Augentropfen) angestellt und folgende Resultate erzielt. Als Versuchstier habe ich weisse Kaninchen benützt und bei passivem Anaphylaxieversuche möglichst junge Tiere angewandt, und die Immunsera möglichst zu sparen. Als Antigen für Immunisierung wurden Pferde- oder Rinderserum benützt und bei jedem Versuche die Präzipitinreaktion, die nach Verdünnungsmethode die Menge und geeignete Antigenmenge für Präzipitin (Bindungszone) immer berücksichtigt. Als Reinjektionsweise des Antigens wurde subkonjunktivale Injektion vorgenommen, weil Auftropfung des Antigens immer negativ bleibt 1. Durch die Antigenreinjektion in die Bindehaut des Auges von aktiv oder passiv sensibilisierten Kaninchen tritt in die Reinjektionsstelle eine anaphylaktische entzündliche Reaktion. Dabei ist das Verhäaltnis der Reinjektionsmenge geringer als das der Serummenge, die durch Serum selbst unspezifische Reizerscheinung hervorrufen kann (z. B. bei aktiver Anaphylaxie 0.0004cc, bei passiver Anaphylaxie 0.0002cc und bei Reizerscheinung durch Serum selbst 0.004cc). 2. Die lokale anaphylaktische Reaktion an der Bindehaut des Auges ist spezifisch für das Antigen, doch bei nahe verwandter Seruminjektion kann man auch lokale Erscheinung beobachten. 3. Die Intensität der lokalen anaphylaktischen Reaktion an der Bindehaut des Auges wird durch die Bindungszone und den Präzipitintiter beeinflusst. 4. Bei lokaler Immunisierung an der Bindehaut wird mit kleinerer Menge Antikörper als bei der allgemeinen Immunisierung eine lokale anaphylaktische Reaktion verursacht. Die nötige Präzipitinmenge wird in passiver Immunisierung 1:100, bei lokaler Immunisierung 1:25. 5. Das Serumpräzipitin wird bei Kaninchen nicht nur durch die Injektion des Antigens in die Bindehaut des Auges, sondern auch durch die Eintröpflung des Antigens auf die Bindehaut des Auges gebildet. 6. Aus Präzipitinmenge beobachtet, war dabei durch gleiche Antigenapplikation intravenös, subkonjunktivale, und dann Auftropfung des Auges erfolgt. Es ist doch interessant, dass durch Auftropfung des Antigens auf das Auge die Antikörperbildung sich immer wie bei minimaler Antigeninjektion verhält. Doch ist die Uhlenhuthmethode (Antigenverdünnungsmethode) bei der Prüfung den obigen drei Immunisierungen gleich.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489