Journal of Okayama Medical Association
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「グアニヂン」ノ心筋竝ニ肝,腎組織ニ及ボス影響ニ就テ

佐藤 義敏 岡山醫科大學解剖學教室
Thumnail 44_2645.pdf 4.09 MB
抄録
Bei Kaninchen injizierte der Verfasser 5cc einer 3 oder 6 prozentigen Guanidinlösung pro Kilogr. Körpergewicht in die Ohrvene und tötete die Tiere nach verschiedenem Zeitverlauf, um ihre Herzmuskulatur, ihr Leber- und Nierengewebe histologisch zu untersuchen. Der Bequemlichkeit wegen bezeichnete er die genannte Menge der 3%igen Lösung als mittlere Dosis, und die der 6%igen Lösung als grosse Dose. Auch der Befund infolge der Dosis letalis wurde in Betracht gezogen. Das Ergebnis ist wie folgt. Nach der intravenösen Injektion von Guanidin quellen die Herzmuskulatur und die Zellen der Leber und Niere auf und ihre Struktur werden locker. Diese Veränderung stellt sich früher oder später wieder her, sei es denn, dass das Versuchstier stirbt. Durch die genannte Aufquellung der Muskelfasern und Zellen werden das umliegende Bindegewebe und die darin vorhandenen Blutkapillaren oder Gallengänge oder Glomeruli gedrückt und infolge dessen treten in den Hintergrund, obwohl die Blutkapillaren mit Blut ausgefüllt sind. Diese sekundäre Veränderung des Bindegewebe, der Blutkapillaren etc. macht dem normalen Zustand Platz, sobald die Quellung der Fasern oder Zellen zurücktritt. Die genannte Aufquellung ist darauf zurückzuführen, dass der Kalkbestandteil im Blut durch Guanidin mehr oder weniger weggenommen wird und die Wirkung von Kalium darüber die Oberhand gewinnt. Die Tatsache, dass die Herzmuskulatur durch Guanidininjektion denselben histologischen Befund wie bei Vagusreizung darbietet, steht interessanterweise im Einklang mit dem Ergebnis der physiologischen und pharmakologischen Untersuchung.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489