Journal of Okayama Medical Association
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含羞草ノ刺戟傳導

生沼 曹六 Physiologisches Institut der medizinischen Universität Okayama
奥山 美佐雄 Physiologisches Institut der medizinischen Universität Okayama
Thumnail 44_2605.pdf 7.24 MB
抄録
Wir haben seit sechs Jahren in jedem Sommer an Mimosa ihre Reizbarkeit und Reizleitung untersucht. Die nachstehende Résumés sind die Hauptzüge der Resultate. 1) Der wirksamste Reizmittel für Mimosa ist der thermische. 2) Bosescher Regel über Reizleitung gilt nicht ganz streng. Es weist sich ziemlich oft die Abweichung auf. 3) Wässeriger Extrakt von Mimosa wirkt erregend auf die Blätter und Blattstiele derselben Pflanze, obgleich die Erregungsweise etwas verschieden von der normalen ist. Zwischen dem Kaltwasser- und Heisswasser-extrakt bemerkt man keine nennenswerte Unterschied. 4) Hypertonische Lösung einiger neutralen Salze wirkt ähnlich wie der Mimosaextrakt. 5) Mimosa ist schwer narkotisierbar durch die gewöhnliche Narkose wie Alkohol, Aether und Chloroform oder deren Mischung. Aber im Kohlendioxydgas (über 30 vol. %), besonders im Dunkel geht die Pflanze ziemlich leicht zum unerregbaren Zustand uber. 6) In dem unvollständig narkotisierten Zustand der Mimosa mechanischer Reiz ist wirksamer als thermischer. 7) Die Reizleitung findet manchmal ohne Begleitung der Fallbewegung des Blattstieles statt. 8) Wir fanden niemals das Fortleiten des Reizes durch die zwischengeschaltete Wasserschicht. 9) Aufwärtsströmungsgeschwindigkeit (2.8-3.6mm/sek.) der Farbstofflösung im Stengel ist viel schneller als Abwärtsströmungsgeschwindigkeit (0.01-0.1mm/sek.). Jene entspricht ungefähr der Reizleitungsgeschwindigkeit im Stengel. 10) Von dem Aktionsstrom berechnete Reizleitungsgeschwindigkeit bei der starken thermischen Reizung beträgt 100-150mm/sek. Die scheinbare Reizleitungsgeschwindigkeit gemessen durch die Reaktionsbewegung bei der schwachen thermischen Reizung beträgt 3-13mm/sek. an der Abwärtsleitung. 11) Die Reizleitungsgeschwindigkeit des Stengels ist gewöhnlich kleiner als die des Blattstieles. 12) Feuchtigkeit der Luft macht keinen nennenswerthen Einfluss auf die Abwärtsreizleitungsgeschwindigkeit des Blattstieles, aber vermindert die Aufwärtsleitung. 13) Erniedrigung der Temperatur unterdrückt die Reizleitungsgeschwindigkeit des Blattstieles. 14) Lokale Abkühlung des Blattstieles oder des Stengels unterbricht sowohl die Auf- wie Ab-wärtsleitung. 15) Die Applikation der Cyankaliumlösung auf einem Teile des Stieles unterdrückt die Leitung der schwachen Erregung, aber nicht die der starken. 16) Die Reizleitungsgeschwindigkeit und die Leitungsstrecke ist grösser bei der starken Reizung als bei der schwachen. 17) Die Ordnung der Erholung der Blatt- und Stiel-gelenken ist umgekehrt der Ordnung der Reaktion. Die Erholung nach der starken Erregung braucht längere Zeitdauer als die Erholung nach der schwachen Erregung. 18) Reizleitung an der sekundären Blattstiel verläuft beschleungigend abwärts aber sich verzögernd (also mit Dekrement) aufwärts. 19) Saitengalvanometrisch aufgenommene elektrische Schwankung bei der Erregung des Blattstieles oder des Stengels ist zweiphasisch.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489