Journal of Okayama Medical Association
Published by Okayama Medical Association

<Availability>
Full-text articles are available 3 years after publication.

2,3交感神經毒ノ體温ニ及ボス影響殊ニ體温下降作用ニ就テ

藤野 源三 岡山醫科大學藥物學教室
Thumnail 44_36.pdf 5.07 MB
抄録
Es wurde die Wirkung einiger Sympathicusgifte, wie Adrenalin, Adrenalon, Ephedrin und Tetrahydro-β-naphthylamin auf die Körpertemperatur des Kaninchens untersucht. Diese Sympathicusgifte zeigen im allgemeinen eine doppelte Wirkung, eine erniedrigende und eine steigernde. Je nach der Applikationsstelle oder der Dose des Giftes und auch nach der Individualität des Tieres tritt die die Körpertemperatur herabsetzende oder steigernde Wirkung auf. Jedoch kann man die Resultate, wie folgt, kurz zusammenfassen. I. Bei subcutaner und intravenöser Darreichung: 1. Adrenalin wirkt in kleinen Dosen auf die Körpertemperatur steigernd, in grossen Dosen dagegen erniedrigend. Beide Wirkungen sind bei intravenöser Injektion deutlicher als bei subcutaner. 2. Im Gegensatz zum Adrenalin wirken Adrenalon, Ephedrin, und Tetra. auf die Körpertemperatur in kleinen Dosen herabsetzend, in grossen Dosen steigernd, und beide Wirkungen sind bei subcutaner Injektion deutlicher als bei intravenöser. 3. Nach der Stärke ihrer temperaturerniedrigenden Wirkung ordnen sich die untersuchten Gifte in folgender Reihe: Adrenalin>Adrenalon>Tetra.>Ephedrin. Das Adrenalin ist hinsichtlich der temperaturerniedrigenden Wirkung 10-20 mal so stark wie Adrenalon. 4. Nach der Stärke der temperatursteigernden Wirkung ordnen sich die Gifte in folgender Reihe: Adrenalin>Tetra.> Ephedrin>Adrenalon. Die wirksame Minimaldosis des Adrenalons ist dabei 1000 mal so gross wie die des Adrenaline. Daraus ergibt sich, dass das Adrenalon in der temperaturherabsetzenden Wirkung relativ viel stärker ist als in der temperatursteigernden, wenn man es mit Adrenalin vergleicht. II. Bei intracerebraler Injektion: 1. Adrenalin (bis 0.1mg pro kg) wirkt auf die Körpertemperatur steigernd oder übt keinen Einfluss aus. 2. Adrenalon, Ephedrin, und Tetra setzen die Körpertemperatur deutlich herab. Diese Wirkung ist mitunter bei Ephedrin am deutlichsten, dann folgt Tetra und Adrenalon ist am schwächsten. Aus den oben angegebenen Ergebnissen erkennt man, dass diese Sympathicusgifte nicht nur auf die Temperatur steigernd, sondern auch erniedrigend wirken, und dass die letztere Wirkung im wesentlichen zentral bedingt ist. Nur beim Adrenalin wurde eine zentrale temperatursenkende Wirkung nicht direkt nachgewiesen, obwohl es dem Verfasser schien, dass das Adrenalin auch diese Wirkung besitzt. Die Tatsache, dass Symathicusgifte auch eine zentrale temperaturerniedrigende Wirkung haben, stimmt mit dem Befund der früheren Untersuchung des Verfassers über den Einfluss des Atropins und der Durchschneidung des N. vagus auf die temperaturerniedrigende Wirkung der Krampfgifte sowie mit der Mitteilung von Rosenthal etc. über die Existenz temperaturdämpfender stoffwechselhemmender Rückenmarksbahnen überein. Daraus dürfte geschlossen werden, dass das sympathische Nervensystem an dem Mechanismus der Temperatursenkung beteiligt ist und das sog. Kühlzentrum, welches seit H. Meyer im allgemeinen als parasympathisch angenommen wird, mehr sympathischer Natur ist.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489