Journal of Okayama Medical Association
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大網ニ於ケル所謂Splenoideト乳斑トノ關係

濱崎 幸雄 岡山醫科大學病理學教室
相原 義一 岡山醫科大學病理學教室
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抄録
Soweit uns bekannt, ist merkwürdigerweise von den Autoren, welche über die nach der Entmilzuug auf dem Omentum auftretenden sog. Splenoide Untersuchungen angestellt haben, völlig vernachlässigt, danach zu forschen welcher Beziehung die beiden Gebilde zueinander stehen. Um dieser Frage willen haben wir das Milzgewebe auf die Oberfläche des grossen Netzes der entmilzten Ratten autotransplantiert und experimentell die sog. Splenoide erzeugt und sie unter besonderer Berücksichtigung der Milchflecke genau untersucht. Aus den Resultaten wollen wir besonders die folgenden vier Punkte heraus heben: 1. Die Beziehung zwischen der Entwickelung der Splenoide und den Milchflecken. Die Lokalisationsverhältnisse der Anheilung des ausgesäten Milzgewebes und der Milchflecke konnten wir nach folgenden drei Fällen unterscheiden. 1) Die Anheilung des Milzkeimes an eine Milchflecke zeigende Stelle. 2) Die Anheilung des Milzkeimes an einen isolierten Milchflecke. 3) Die Anheilung des Milzkeimes an eine von Milchflecken freie Stelle. Die Entwicklung der Splenoide ist am besten beim ersten und am schlechtesten beim dritten Fall. Die Milchflecke, welche keine Anheilung des Milzkeimes gehabt haben, werden immer mehr atrophisch, indem die histiocytären Zellen allmählich von da aus-wandern und sich um die gebildeten Splenoide ansammeln. Obwohl bereits von vielen angenommen wurde, dass die Splenoide sich vorwiegend am grossen Netz entwickeln, so sind die diesbezügliche Erklärungen doch noch nicht ausreichend. Schon in früheren Untersuchungen konnte Hamazaki feststellen, dass die Milchflecke nach Splenektiomie histologisch und biologisch einen milzartigen Charakter aufwiesen, und diesmal erkannten wir die oben erwähuten innigen Beziehungen zwischen der Entwicklung der Splenoide und den Milchflecken. Wir wollen demgemäss betonen, dass, da die Milchflecke sich am reichlichsten am grossen Netze befinden, so die Splenoide, welche hauptsächlich nichts anders als angeheilte Milzkeime sind, auch am häufigsten darauf zu finden sind. Wie schon von Faltin und Stubenrauch bemerkt worden ist, entwickeln sich die Splenoide am besten auf dem Omentum, vor allem an dem Milzstiel, weniger an der grossen kurvatur, dann am Mesenterium und zuletzt am Diaphragma. Die genannten Autoren wollen diese Tatsache als atavistische Erscheinung erklären, weil gerade die Reihenfolge in der Häufigkeit des Splenoidenvorkommens mit dem phyloge netischen Verhältnissen des Milzgewebes übereinstimmt. Nach unserer Meinung aber ist es ganz einfach dadurch zu erklären, dass man die Dichtigkeit der Milchflecke an den einzelnen Körperteilen und die leichtere Anheilbarkeit des Milzkeimes an die Milchflecke berücksichtigt. 2. Entwicklungsmechanismus der Splenoide. Nach der herrschenden Ansicht (Tizzoni u. Kreuter) entwickeln sich die Splenoide aus den Malpighischen körperchen der Milz. An unserem Versuche bemerkt man, dass ber grösste Teil der ausgesäten Milzkeime schon 24 Stunden nach der Transplantation nekrotisiert und nur wenige Retikuloendothelien am leben bleiben. Durch die Wucherung und Differenzierung dieser Retikuloendothelien werden dann alle Zellbestandteile der Splenoide neu ausgebildet. Die Zellwucherung geht sehr lebhaft in der Nachbar-schaft der Milchflecke vor sich und die Splenisation wird nach einigen Tagen vervollständigt. 3. Einfluss der Existenz der Milz auf das Wachstum der Splenoide. Das Splenoidenwachstum geht bei dem entmilzten Tiere nicht nur makroskopisch, sondern auch mikroskopisch viel lebhafter vor sich als bei dem nicht splenektomierten. Es zeigt sich auch in der Eisenreaktion ein ziemlich deutlicher Unterschied zwischen beiden Splenoiden; man sieht sie im ersteren Falle stärker als im letzteren. Somit wollen wir der Splenoide eine gewisse Bedeutung zusprechen, während Kreuter und Lee sie nur für ein einfaches Transplantat halten wollen. 4. Können die Splenoide sich ohne Milzkeim-aussaat von dem Peritoneum entwickeln? Im letzten Jahre konnten Hamazaki und Hayakawa feststellen, dass die Milchflecke der entmilzten Ratten hypertrophieren und dem Milzgewebe sebr ähneln, aber keine Megakaryozyten sich darin finden lassen. Bei unserem Versuche tritt die Splenisation nicht nur an den Milchflecken, an welchen Milzkeime angeheilt wurden, durch Wucherung des Milzgewebes auf, sondern auch oft an den einfachen d. h. Milzkeim freien durch selbstständige Zellvermehrung. Tizzoni hat mitgeteilt, dass man in erster Linie am grossen Netze die Hyperplasie von Lymphfollikeln um Gefässe findet. Ferner tritt nach Eggers nach der Splenektomie eine Vermehrung der Retikulumzellen um die Gefässe herum ein und stellt schliesslich die milzähnlichen Gebilde dar. Die Gebilde beider Autoren sind nach meiner Meinung eigentlich nichts anderes als einerseits follikuläre, andereseits adventielle Milchflecke nach Hamazaki. Aus den früheren histologisehen und biologischen Untersuchungen, den diesmaligen Ergebnissen und der Berücksich tigung der Beschreibung von Tizzoni und Eggers wollen wir entgegen der Behauptung von Kreuter u. a. annehmen, dass die Splenoide nach der Entmilzung auch ohne Anheilung des Milzkeimes auf dem Peritoneal gewebe auftreten können; doch ist unsere Ansicht von der Faltins und Stubenrauchs insoweit verschieden, als sie das Peritoneum selbst, wir dagegen die praeformierten Milchflecke als die Matrix der Splenoidean sehen.
備考
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489