Journal of Okayama Medical Association
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兩側神經切除腎ニ關スル研究

桑原 邦司 岡山醫科大學稻田内科教室
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抄録
Ob die Nierenfunktion unter dem Einfluss der Nierennerven steht, ist bis in die neueste Zeit umstritten. Die bisherigen Versuche, die zur Klärung dieser Frage angestellt worden sind, sind meist nur die direct im Anschluss an die einseitige Nervenausschaltung ausgeführten Funktionsprüfungen. Jeder operative Eingriff an den inneren Organen kann nicht ohne Schaden bleiben, sondern es folgen etwaige Funktionsstörungen, wobei es sich sowohl um mechanische Schädigungen wie um Reflexstörungen handeln kann. Deshalb sind die Ergebnisse der Versuche, die direct nach der Operation unternommen worden sind, besonders widerspruchsvoll. Um diesen unangenehmen Einfluss der vorhergehenden Operation auszuschalten, beschäftigte sich der Verfasser mit dem Tagesharn der beiderseitig total entnervten Kaninchen zu verschiedenen Zeitpunkten, die von dem operativen Eingriff direct bis zu 200 Tagen danach lagen. In den täglichen Harnportionen wurden verschiedene Faktoren (Gesamtstickstoff, Harnstoff, Ammoniak, Kreatinin, Kochsalz und Phosphor) bestimmt, und Harnsedimente mikroskopiert. Dabei wurde die Bestimmung des Reststickstoffes im Blut, und die Phenolsulphonphtaleinprobe zeitweise ausgeführt. Nach dem Abschluss jedes Versuches wurden die Kaninchen obduziert und die Nieren histologisch untersucht. Aus den Resultaten möchte ich folgende Schlüsse ziehen: 1) Bei der Phenolsulphonphtaleinprobe findet man eine geringe Verzögerung der Farbstoffausscheidung, einmal bis zu 2 wochen nach der beiderseitigen Entnervung und wiederum 150 Tage danach. 2) Einige Tage nach der Operation zeigt sich eine geringe Steigerung des Reststickstoffes im Blut. 3) Eine Woche lang nach der Entnervung und dann wieder nach ca. 130 Tagen treten geringe Mengen Eiweiss, Zylinder und Erythrocyten auf. 4) Die Harnmenge und die Ausscheidung des Gesamtstickstoffes, Harnstoffs, Ammoniaks, Kreatinins, und Phosphors im Urin zeigt vor und nach der Entnervung fast keine Veränderung, mit der einen Ausnahme, dass ein halbes Yahr nach der Entnervung die Ausscheidung des Gesamtstickstoffes, Harnstoffs und Phosphors sich vermindert. 5) Die Kochsalzausscheidung im Harn vermehrt sich, absolut und prozentual, während des ganzen Verlaufes nach beiderseitiger Entnervung. 6) Ca. am 200 Tag nach der Operation zeigt die total entnervte Niere histologisch entzündliche resp. degenerative Veränderungen leichten Grades. 7) Aus den obigen Ergebnissen kann man schliessen, dass in der Niere eine akute Glomerulonephritis von ersten Tage bis zn 2 Wochen nach der Entnervung und eine chronische Nephritis wieder nach ca. 130 Tagen hervortreten. 8) Zwischen der Kochsalzausscheidung im Harn und den Nierennerven besteht wahrscheinlich ein spezifischer inniger Zusammenhang.
備考
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489