Journal of Okayama Medical Association
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特發性總輸膽管嚢腫ニ就テ

佐藤 政夫 岡山醫科大學津田外科教室
Thumnail 38_1322.pdf 1.77 MB
抄録
Die sog. idiopathische Choledochuscyste …cystische Erweiterung des Choledochus …ist eine sehr seltene Erkrankung. Den in der Literatur gefunden 76 Faellen kann ich noch einen Fall hinzufuegen. Es handelt sich um ein mittelgrosses 12 jaehriges Maedchen. Am 31 Maerz letzten Jahres klagt es ploetzlich ueber heftige kolikartige Schmerzen in der Lebergegend mit Schuettelfrost, die durch innerliche Behandlung in einer Woche nachliessen. Am Ende April hatt es Durchfaelle, Ikterus, Mattigkeit, Appetitlosigkeit und wurde unter der Diagnose der Cholecystitis ins Krankenhaus aufgenommen. Ikterus, Hautjuecken bestaendig vorhanden. Man konnte den unteren Leberrand 3 Querfinger unterhalb des Rippenbogens betasten und einen faustgrossen cystischen Tumor innerhalb der Leberdaempfung festgestellt. Ham: Eiweiss (-), Zucker (-), Birilubin (++), Urobilin (-), Kot: grauweisslich Parasiteneier (-). Waehrend der innerlichen Behandlung hatte es nur 2 Tage Temperatursteigerung auf 38°2'C gehabt. Diagnose: Leberabscess? Die Operation, die am 19. Juni von Prof. Tsuda ausgefuehrt wurde, hat eine doppelt-faustgrosse cystische Erweiterung der Ductus choledochus konstatiert. Durch Punktion wurde 500 ccm. gruenliche klare Fluessigkeit entleert und den Blasenfundus an die Bauchwand angenaeht, um zweizeitig die Blasenfister zu bilden. Die Patientin war aber durch heftige Blutungen aus der Operationswunde mehrere Stunden nach der Operation zugrunde gegangen. Die Sektion bestaetigt: Die sackartige Erweiterung des Ductus choledochus. Zirrhotische Veraenderung der Leber durch Gallenstaung. Erweiterung der Gallengaenge in der Leber. In der extrahepatischen Galleuwegen fand man keine entzuendliche Zeichen. Die pathologischen Befunde, die man als aetiologisches Momente annehmen darauf, kann ich gar nichts finden. Aus den bis jetzt veroeffentlichten Beschreibungen kann man folgende Schlüsse ziehen. 1. Die Choledochuscyste ist eine sehr seltene Erkrankung und kommt vorwiegend beim weiblichen Geschlecht (direkt vor u. nach d. Pubertaet) vor. 2. Sie tritt ganz schleichend auf und schliesslich als 3 Kardinalesymptome, Ikterus, cystischer Tumor in der linken Hypochondrium und kolikartige Schmerzen nachweisbar. 3. Die Prognose ist sehr schlecht. Es ist dringend empflen, moeglichst fruehzeitig eine Anastomose zwischen Gallenwegen und Verdaungusorganen zu schaffen. 4. Die vielfach als aetiologische Momente angenommenen Befunde sind schwer jeden Fall zu erklaeren.
備考
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489