Journal of Okayama Medical Association
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Bulbocapninノ家兎血糖ニ及ボス影響ニ就テ(第1報)

Asakawa, Hisashi
Thumnail 51_792.pdf 873 KB
Abstract
Es ist wohl bekannt, dass das Bulbocapnin als auffälligste Wirkung eine katatonische Unbeweglichkeit und wachsartige Steifheit des Korpers hervorruft, aber der Einfluss dieses Giftes auf den Blutzucker ist noch nicht ganz klargestellt worden. Daher schien es von Interesse zu sein, des Näheres uber seine Wirkung auf dem noch ganz ungeklarten Gebiete der Blutzuckerregulation zu erfahren. Als Versuchstiere wurden Kaninchen herangezogen. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: 1. Bulbocapnin ruft in kleinen bis grossen Dosen (10-20mg/kg) eine mässige Hyperglykämie hervor, die in Starke und Dauer mit der Injektionsdosis parallel laufen. 2. Auch bei wiederholter Verabreichung ruft es Hyperglykämie in gleicher Weise hervor wie bei einmaliger Darreichung. Der Grad und die Dauer der Erhohung sind auch gleich. Eine Angewohnung des Zuckerstoffwechsels an diese. Substanz konnte nicht nachgewiesen werden. 3. Die mit Bulbocapnin hervorgerufene Hyperglykämie wird durch Vorbehandlung mit dem sympathikuslamenden Gifte Yohimbin vollständig gehemmt. 4. Nach beiderseitiger Splanchnikotomie tritt Bulbocapuinbyperglykämie nicht auf. 5. Veronal (60mg/kg) und Luminal (30mg/kg) hemmen die durch dieses Gift hervorgerufene Hyperglykämie, Urethan (0.8g/kg) und Chloralbydrat (0.2g/kg) dagegen hemmen diese nicht, sondern verstärken sie. 6. Das den Parasympathicus lähmende Atropin ubt fast keinen erkennbaren Einfluss auf die Bulbocapninhyperglykämie aus. 7. Die Bulbocapninhyperglykämie wird durch Antipyrin relativ bemerkenswert verstarkt. 8. Die Bulbocapninhyperglykämie wird durch Vorbehandlung mit Magnesiumsulfat betrachtlich verstärkt. 9. Aus den oben erwähnten Ergebnissen kann folgendes geschlossen werden: Bulbocapnin führt zu Erregung des Zuckerzentrums; der Impuls erreicht auf dem Wege über den Splanchnicus die Nebennieren, die Leber und die sonstigen Bauchorgane, verursacht vor allem Ausschüttung des Adrenalines in den Nebennieren, spaltet das Glykogen in der Leber und verursacht so Hyperglykämie. Der Angriffspunkt des Giftes liegt im Hirustamm, insbesondere im sog. Hypothalamuszuckerzentrum nach Aschner u.a., sowie im Korpusstriatumzuckerzentrum nach Dresel u. Lewy, das hoher ausgebildet ist als das erstere; der Parasympathicus ist am Auftreten dieser Hyperglykämie aller Wahrscheinlichkeit nach nicht beteiligt.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489