Journal of Okayama Medical Association
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眩暈ニ關スル研究(第3報)聾唖者ノ平衡機能ニ關スル實驗的研究

Yasuhara, Isao
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Abstract
Seit Jahmes (1883) erstmalig eineu Bericht über seine Forschungen über den Schwindel beim Taubstummen erstattete, folgten die Arbeiten Kreidls (1892), Bezolds (1896), Denkers (1899), Wanners (1901), Brocks (1907), Kanos (1910), Hosoyas (1911), Uchidas (1928) u. a. m. nacheinander, und es ist heute allgemein anerkannt, dass ein Taubstummer einen gewissen Schaden in der Schnecke hat und in den meisten Fällen gleichzeitig auch in den drei Bogengängen und dem Vorhof geschädigt ist. Nun betrachtete ich bei Schülern der Okayamaer provinzialen Taubstummenanstalt genau die scheinbare Ablenkung, verglich sie mit der des Gesunden, über die ich schon vorher berichtet habe, und machte, indem ich das Dreh-Nystagmus ins Auge fasste, noch weitere Versuche die auf den Beo-bachtungen von aussen her begründet waren, geschweige denn sich auf Selbstbekeuntnisse stützten. Zuletzt stellte ich nach der Methode Malans den punktierenden Versuch an, der ein veränderter Barányscher Zeigeversuch ist. So machte ich bei der Ausführung des Versuchs den Kopf des Untersuchten in der Kopflage fest, in der vorher bei Gesunden die stärkste scheinbare Ablenkung erfolgte, d. h. sich die die beiden deutschen Horizontalen enthaltende Fläche von der Horizontalebene um 12.0° neigt, und dann drehte ich ihn dreizehnmal in 13 Sekunden. Aus den bei diesem Versuch erhaltenen Resultaten zog ich folgende Schlüsse: 1) a. Unter 50 Taubstummen waren 18 Fälle (36.0%), (11 angeborene (35.5%), 5 erworbene (31.3%) und 2 unsichere), welche nach der Unterbrechung des Drehens die scheinbare Ablenkung der Senkrechten nicht feststellten. Auch bei denen, die die scheinbare Ablenkung erkannten, war ihre Stärke weit kleiner als bei Gesunden, und also ausgeglichen 10.8°. b. Die Dauer der scheinbaren Ablenkung war kürzer bei Taubstummen als bei Gesunden, und also ausgeglichen 8.2 Sekunden. c. Es waren unter 50 Taubstummen 30 (60.0%), bei welchen nach der Unterbrechung des Drehens Nebenerscheinungen völlig fehlten. 2) a. Unter 49 Taubstummen waren 14 Fälle (28.6%), (7 angeborene (22.6%), 6 erworbene (40.0%) und ein unsicherer), bei welchen nach der Unterbrechung des Drehens das Drehnachnystagmus fehlte. Auch bei denen, welche es erblickten, war seine Schwingungsweite klein, und also ausgeglichen 1.0mm. b. Bei Taubstummen wurde Drehnachnystagmus wenig, und also ausgeglichen 6.4 mal gezählt. c. Die Dauer des Drehnachnystagmus ist bei Taubstummen kürzer, und also ausgeglichen 7 Sekunden. 3) Nach der Methode Malans führte ich bei 49 Taubstummen den punktierenden Versuch aus und kam zu folgenden Resultaten: sowohl der Punkt, der vor der Drehung, als auch derjenige, der nach ihrer Unterbrechung angesetzt worden ist, liegt im allgemeinen in dem dritten Kreis mit dem Durchmesser von 18.0cm, und die nach der Drehung erscheinende Deviation der Punktierung ist nicht gross. 4) Taubstumme sind in der Schnecke, die den Hörsinn verwaltet, und zugleich auch in dem daran anstossenden statischen Organ auf eine bestimmte Art geschädigt.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489