Journal of Okayama Medical Association
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腸管嚢腫ニヨル腸疊積症ノ1例

Shimizu, Masaru
Thumnail 45_532.pdf 2.67 MB
Abstract
Es handelte sich um ein 8 jähriges Mädchen, das vor ca. 3 Wochen über Baucbschmerzen klagte. Die Eltern dachten es sei nur ein Diätfehler und taten nichts weiter. Bald aber stellen sich die Bauchschmerzen in der Nabelgegend noch heftiger ein, und gleichzeitig trat Darmgeräusch und peristaltische Unruhe ein. Aber vor ca. 10 Tagen verschwanden diese schweren Erscheinungen mit dem Stuhlgang, und die Kranke fühlte sich einstweilen besser. Vor 3 Tagen bekam sie wieder die obigen Erscheinungen und zwar noch heftiger. Sie wurde am I. April 1931 in unsere Klinik aufgenommen. Die Diagnose wurde auf Invagination gestellt. Die Laparotomie wurde sofort vorgonommen. Sie ergab, dass die gestellten Diagnose richtig war. Es handelte sich um eine Invagination am mittleren Teil des Dünndarms. Die Desinvagination war leicht. Dabei fand man an der Spitze des inneren Zylinders einen hühnereigrossen prall gespannten Tumor, der auf der Gegenseite des Mesenterialansatzes lag und ins Darmlumen hinein ragte. Darauf wurde sofort Resektion und Darmanastomose ausgefübrt. Der Verlauf nach der Operation war glatt und die Kranke wurde als ausgeheilt entlassen. Die Cyste enthielt eine dünngelbbräunliche zähe Flüssigkeit. Die Cystenwand hatte den Charakter der Dünndarmschleimhaut, nämlich sie bestand wesentlich aus Mucosa und Submucosa. An der Mucosa fand man eine entzündliche Infiltration und Blutung. Submucosa war sehr locker und in demselben Gewebe fand man mehrere unregelmässig gestaltete grosse und kleine Hohlräume. Diese Submucosa geht sofort in die innere Cystenwand über, und darin findet sich ein unregelmässig verlaufendes Muskelbündel. Die innereste Cystenwand ist von einschichtig geordeneten, kubischen oder kurzzylindrischen Epithelzellen überzogen. Es ist ein sehr interessanter Fall der Darmcyste, der bis jetzt noch nicht in Japan beschrieben worden ist.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489