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ID 46053
FullText URL
Thumnail 43_1259.pdf 8.04 MB
Title Alternative
Serologische Studien über die Geschlechtsorgane II. Mitteilung. Iso- und Auto-immunkörperbildung durch Hodenantigene
Author
Ohki, Masato
Abstract
In der vorigen Mitteilung hat Verfasser die relative Organspezifizität der Hodenantigene bei seiner Untersuchung über die Spezifizitätsfrage der Geschlechtsdrüsenorgane festgestellt. Bei seinen diesmaligen Versuchen hat er die Iso- und Auto-antikörperbildung durch Hoden nach Präzipitin-, Komplementbindungs- und anaphylaktischen Reaktionen bei Kaninchen und Meerschweinchen nachgewiesen. Dabei untersuchte er das näheren, ob diese spezifische Antigenität aus irgendeiner Zellgruppe des Hodens herstammt, oder ob zu diesen Iso- und Auto-antikörpern ein antiprotein- oder antilipoidischer Antikörper gehört. Zum Schluss studierte er eingehend den Einfluss der Temperaturen auf den Auto-immunkörper selbst und auf die Reaktion desselben mit Antigenen. Bei diesen seinen Untersuchungen konnte er folgende Resultate erzielen: 1) Die Kaninchenhoden wurden gut getrocknet und aufbewahrt. 0.1g dieser getrockneten Hodensubstanz wurde mit 4cc Kochsalzlösung versetzt und 12 Stunden lang im Eisschrank extrahiert. Nach der Zentrifugierung wurde die klare Extraktlösung als Antigen für die Reaktion oder Injektion benützt. Diese Isohodenantigene wurden den Versuchskaninchen intravenös, intraperitoneal und subkutan vielmals injiziert, wonach das Blut des Versuchstieres zeitweise auf Präzipitinreaktion mit Kaninchenhoden geprüft wurde. Infolge der Giftigkeit der Hodensubstanz wurden die Kaninchen bei der intravenösen Injektion oft getötet, weshalb die Präzipitinbildung dabei sehr geringfügig war. Unter 9 Kaninchen wurden nur 3 schwach positiv (Präzipitintiter nach Immunserumverdünnung höchstens 1:4) gefunden. Bei intraperitonealer und subkutaner Injektion, besonders bei der letzten Injektionsweise, wurde die Isopräzipitinbildung sicher positiv. Schon nach 4 maliger subkutaner Injektionen zeigte ein Kaninchen 4 Tage nach der letzten Immunisierung positive Reaktion und der Titer stand bei der höchsten Präzipitinbildung 1:32, (Bindungszone 1:100). Das Auftreten des Isopräzipitins dauert nicht lange; der Titer zeigt positive Reaktion meistens eine Woche lang, bei starker Präzipitinbildung blieb ein Fall jedoch 3 Wochen lang positiv. Die Komplementbindung zeigte bei diesen Isoantikörpern auch positiv, aber der Stärkegrad dieser Reaktion war viel schwächer als der der Präzipitinreaktion. 2) Zerstörte man den Kaninchenhoden mechanisch (Fingerdruck), physikalisch (Röntgenbestrahlung, Erhitzung durch heisses Wasser), chemisch (intraparenchymatöse Injektion von Salzsäure, Natronlauge, Terpentinöl) und pathologisch (Kuhpocken- und Spirochaeta pallida-Impfung in den Hoden), so wurden in dem Tier bei allen Versuchsfällen die Autoantikörper für Hodenantigen erzeugt und konnten durch Präzipitin- und Komplementbindungsreaktionen sicher nachgewiesen werden. Die Autopräzipitinbildung ist bei den verschiedenen Zerstörungsweisen der Hoden am besten bei mechanischem, und nächst dem bei physikalischem Einfluss. Die chemische Wirkung war zu stark und die Antikörperbildung im Versuchstier zu geringfügig. Sehr interessant aber war die Impfung mit Kuhpockenvirus und die experimentelle Kaninchenhodensyphilis. Dabei kam der Autohodenantikörper sehr viel langsamer im Blut des Versuchstieres zum Vorschein; es wurde bei mechanischer Zerstörung nach 1 Tage, spätestens nach 4 Tagen, gerechnet vom Zeitpunkt der Operation, bei Röntgen- und thermischem Einfluss und bei chemischer Zerstörungsweise der Kaninchenhoden nach 2 Tagen die positive Präzipitinbildung nachgewiesen, wäbrend sie bei der Kuhpockenimpfung erst nach 6 Tagen, und bei der experimentellen Hodensyphilis nach Impfung der Spirochaeta noch später und erst nach 10 tägiger Inkubation positiv nachweisbar wurde. Dabei geht das Auftreten des Präzipitins arch mit dem lokalen pathologischen Befund des Hodens einher. Der Verlauf des Präzipitins im Versucbstiere ist dabei sehr langsam, die positive Reaktion hält über einen Monat an, bei der direkten Zerstörung des Hodens dagegen längstens 2 Wochen. 3) Das Autopräzipitin des Kaninchenhodens reagiert sowohl mit isogenetischen Hodenantigenen als such mit eigenen Hodenantigenen, die vorher enukliert und für die Reaktion aufbewahrt wurden. Die Präzipitinreaktion und die Komplementbindung gingen im isogenetischen und autogenetischen Antigen parallel einher. Die Autoimmunkörperbildung nach dieser Injektion des eigenen Hodens ging etwas schlechter vor sich als nach der oben angegebenen Zerstörung des Hodens in vivo, doch konnte man die Präzipitinbildung mit Sicherheit nachweisen. Die Injektionsweise war dieselbe wie bei der Isoantikörperbildung, nur war in diesem Falle das Material beschränkt. Das Versuchskaninchen wurde nach der intravenosen Injektion von rohem 1/2 Hoden, sofort getotet und das dadurch inaktivierte Antigen benützt. Bei intraperitonealer und subkutaner Injektion kann man nach 1 maligem Gebrauch des ganzen Hodens odor nach 4 maliger Injektion von je 1/4 des ganzen Hodens die Präzipitinbildung im Versucbstiere mit Sicherheit nachweisen. Diese Reaktion hält 5-8 Tage an. 4) Dieser Autoantikörper vom Kaninchenhoden trat im Versuchstier schneller hervor ale der heterogenetische, und die nachweisbare Dauer im Blut ist viel kürzer und auch der Immuntiter niedriger. 5) Dieser Autoantikörper des Kaninchenhodens reagiert auf Alkoholextrakt von Kaninchenhoden mit Präzipitinreaktion und Komplementbindung, und zwar wird diese. Lipoidreaktion durch Cholesterinzusatz noch verschärft. Dieser Antilipoidkörper steht an Reaktionsstärke dem Eiweissantikörper nach, hält sich aber im Tierkörper noch länger. Diese zweierlei Antikörper des Hodens kann man durch Absättigung mit entsprechenden Antigenen unterscheiden, weil nach Zusatz von Alkoholextrakt das Abgussserum auf Wasserextraktantigene kaum verändert positiv reagiert und auch die umgekehrten Versuche der Absättigung daselbe Bild geben. Dieser Autoantikörper vom Hodenlipoid ist auch spezifisch und reagiert nicht für andere lipoide Antigene, z. B. für Wassermannscbe Antigene u. s. w. 6) Die spezifischen Antigene, die eine Auto- oder Iso-antikörperbildung des Hodens hervorrufen können, scheinen nach der Analyse der Hodenantigene von Spermatofäden und verschiedenen spermatogenetischen Zellen herzustammen, welche eine Vorstufe der Spermatofäden sind. Eingehendere Forschungen werden in einer späteren Mitteilung beschrieben werden. 7) Der Einfluss der Temperatur auf die Präzipitin- und Komplementbindungsreaktionen zeigt sich bei der Untersuchung des Autoimmunserums ebenso wie bei der des gewohnlichen Antikörpers, es erscheinen nähmlich diese Reaktion bei Zimmertemperatur oder im Brutofen (37℃) stärker ale bei 0℃. 8) Die Zerstörung des autoimmunisierenden Antikörpers durch Temperatureinfluss ist die gleiche wie die des gewöhnlichen heterogenetisehen Antikörpers, da er bei 56℃-Dauer der Einwirkung 30 Minuten-leichtgradig, bei 65℃ schon ziemlich hochgradig, und bei 70℃ völlig unwirksam wird. 9) Auf Grund des anaphylaktischen Versuches konute er diese auto- und isogenetischen Antikörper leider nicht besser als durch Präzipitinreaktion befestigen; da er nur die leichten Symptome nachgewiesen hat.
Note
原著
Published Date
1931-05-31
Publication Title
岡山医学会雑誌
Volume
volume43
Issue
issue5
Publisher
岡山医学会
Start Page
1259
End Page
1309
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489
Content Type
Journal Article
Official Url
https://www.jstage.jst.go.jp/article/joma1889/43/5/43_5_1259/_article/-char/ja/
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language
日本語
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